Depression, Übergewicht, keine Bewegung

Seit über 15 Jahren geht mein Gewicht hoch, selten ein paar Kilogramm runter, es sind vielfältige Gründe dafür ausschlaggebend. Mit der intensiven Antidepressiva-Testerei auf der Depressions-Fachstation 2006 ging mein Gewicht leider stetig hoch. Trotz Sport und Ernährungsberatung, konnte ich damals nichts dagegen tun.

Mein «normales» Gewicht im Arbeitsleben war immer so um die 60 kg bei einer Größe von 157 cm. Da ich früher viel Sport gemacht habe, hatte ich noch einen leicht muskulösen Körper, was im Laufe der Jahre abnahm.

In den letzten Jahren, habe ich immer mal versucht, mein Gewicht zu reduzieren, leider immmer nur 5 bis 7 kg, dann ging es bald wieder hoch.

Ich hatte Phasen, in denen mir mein Gewicht egal war, ich nahme es hin, konnte nichts dagegen tun. Wozu sollte ich auch mein Gewicht reduzieren? Ich hatte schon genug mit meiner Depression und meinem Leben zu kämpfen. Ich mochte mich und mein Übergewicht nicht, aber das nahm ich hin, ich schaffte es nicht aktiv zu werden.

Vor ein paar Monaten, habe ich endlich den Willen aufbringen können, mich damit auseinanderzusetzen und angefangen, mein Gewicht zu reduzieren.

Stichwort: Kaloriendefizit und die Datenbank von fddb.info.

Ich schreibe täglich auf (Papier Colleg-Block), was ich esse und die ungefähre Kalorienzahl.
Es fällt mir zeitweise schwer, aber noch schaffe ich es dranzubleiben.

Kurzfassung:
Kaloriendefizit – variabel, 1-2 mal in der Woche mehr, da esse ich das, worauf ich Lust habe, alles aufschreiben, erhöhter Eiweißanteil, mehr Bewegung kommt später.

Screenshot Gewichts-App
App: Überwache dein Gewicht

Start: 29. März 2016 – Startgewicht: 76,3 kg
Heute: 65,5 kg – 10 kg verloren

Das habe ich ohne Bewegung geschafft. Mit so viel Übergewicht u. Depression, habe ich keine Lust auf Sport.

Für meine Gewichtsdokumentation nutze ich auf meinem Smartphone eine App: Überwache dein Gewicht

Susanne

6 Gedanken zu „Depression, Übergewicht, keine Bewegung“

  1. Mach weiter so, ich denke du bist auf dem richtigen weg. Mir geht es ähnlich, aber ich kann mit Sport viele meiner schlechten Gedanken, zumindest zeitweise außenvor lassen. Denn Sport setzt ja bekantlich Glückshormone frei. Ein Versuch lohnt sich, auch wenn du dich dazu zwingen mußt.
    Aber Du hast ja nichts zu verlieren.

    1. du mußt ja nicht extrem viel sport machen, mach so viel wie du lust hast. Such dir irgend etwas das dich aufbaut, egal was: Vögel beobachten, in den Wald gehen, mal alleine irgendwo in der stadt einen kaffee trinken und leute beobachten 🙂 , es gibt immer irgend etwas was man machen kann.
      Ich will dich ja nicht runterziehen, aber unsere Zeit auf dieser Kugel ist begrenzt und es ist mühsam diese Zeit mit Schwarzen gedanken zu füllen.

      1. micha: aber unsere Zeit auf dieser Kugel ist begrenzt und es ist mühsam diese Zeit mit Schwarzen gedanken zu füllen

        Vermutlich weiß das jeder chronisch Depressive 😉

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