Kategorie: Privat

Leben –  Alltägliches

  • Mein neuer lila Hoodie

    Früher hieß das Kapuzenpullover oder salopp Kapuzenpulli.

    lila hoodie mit Spruch

    Mit Spruch ist der natürlich noch viel lilianer 💜


    ICH KANN
    MULTITASKING

    Ich kann zuhören,
    ignorieren &
    vergessen

    ALLES ZUR
    GLEICHEN ZEIT 😂

  • Begleitseminar Seniorstudierende

    Heute hat das Begleitseminar für Seniorstudierende angefangen. Zwei Stunden pro Woche.

    Rund 30 ältere Leute sitzen dort, fast alle mit abgeschlossenem Studium.

    Am 5. November halte ich ein Referat. Fünf bis zehn Minuten sind vorgesehen. Natürlich nehme ich fünf. Thema egal, Ablesen erlaubt. Dazu brauche ich eine PowerPoint-Präsentation und ein Handout.

    Zeitplan und Themen des Begleitseminars

    Begleitseminar Zeit u. Themen Seniorenstudierende

    Es geht nicht um das Thema selbst, sondern darum, das Präsentieren und die Gliederung zu üben.

    Ich habe spontan zugesagt. Vielleicht brauche ich gerade Abenteuer, Stress und Spannung. Bei meiner aktuellen Stimmung ist das nicht auszuschließen. Mein Schlaf ist schließlich schon abenteuerlich genug – und viel zu kurz.

    Als Thema nehme ich Blutplasmaspenden. Da kenne ich mich aus.

    Blöd nur, dass ein Arzt in der Gruppe sitzt. Aber der will kein Referat halten. Ich übrigens auch nicht unbedingt.

    Ich hab zwar nur Fachabi, müsste deshalb aber auch keins halten. Und wer meldet sich freiwillig? Genau. Ich.

    Andere nutzen ihre Qualifikation, um sich vor dem Referat zu drücken. Ich offenbar nicht.

    Jetzt muss ich mich nur noch beim Vortragen im Griff haben und langsamer ablesen als mein Kopf denkt.

    Fünf Minuten. Was habe ich mir da wieder eingebrockt? 🙈

  • Planet Uni – ein fremder Ort

    Mein erster Besuch in einer Vorlesung – oder: Wie ich durch die Uni irrte.

    Heute war mein erster Unitag an der Uni Wuppertal. Als Seniorenstudentin betrat ich Neuland. Wobei „betreten“ etwas untertrieben ist. Ich habe erst einmal eine ganze Menge Gebäude durchquert.

    Die jungen Leute sehen alle so gechillt aus. Sie laufen über den Campus, als hätten sie die Gebäude selbst entworfen. Vermutlich wissen sie sogar, wo sie hinmüssen.

    Willkommen auf einem fremden Planeten

    Ich dagegen durchquerte drei riesige Gebäude, bis ich endlich meinen Hörsaal gefunden hatte. Ich musste mich erst etwas durchfragen, bevor ich endlich meinen Hörsaal fand. Ich war platt und genervt, noch bevor die Veranstaltung überhaupt angefangen hatte.

    Und dann saß ich da. Dritte Reihe. Als Erste.

    Der Hörsaal war übersichtlich. Sehr übersichtlich. Geschätzt 30 Leute. Mit unauffälligem Verhalten würde das also schwierig werden.

    Ich bin 61¾, man kann sich natürlich einreden, dass das niemandem auffällt. Aber ganz ehrlich: Alt fällt auf.

    Ich fühlte mich auf einem fremden Planeten. Die Einheimischen schienen sich bestens auszukennen. Ich war froh, überhaupt den Hörsaal gefunden zu haben.

    Biochemie? Aber bitte unter anderem Namen!

    Auf dem Stundenplan stand „Metabolische Aspekte und Ernährung“.

    Das klingt doch eigentlich ganz vernünftig. Ernährung interessiert mich, Stoffwechsel auch. Bis mir einfiel, dass es dabei womöglich um Biochemie gehen könnte. Und da habe ich keinen Plan mehr von.

    Der Dozent erzählte, dass die Vorlesung früher schlicht „Biochemie“ hieß. Da kamen allerdings nur sehr wenige. Also hat man ihr offenbar einen attraktiveren Namen verpasst. Ob das hilft?

    Eigentlich gehört dazu auch noch „Sportmedizin – Krankheitslehre 1“. Die Veranstaltung hat allerdings schon angefangen. Und die Klausur (ist für mich freiwillig) kann ich ohnehin nicht mitschreiben, weil mir das erforderliche Modul fehlt.

    Man muss sich das mit dem Studium offenbar in Ruhe zusammensuchen. Vorlesungsverzeichnis durchforsten, Modulvoraussetzungen prüfen und herausfinden, welche Veranstaltungen überhaupt infrage kommen.

    Na ja, eigentlich wollte ich nur ins Gym. Für Politikwissenschaft bin ich zwar eingeschrieben, aber das schaffe ich dieses Semester nicht mehr. Mir reicht das, was ich aktuell mache.

    Ich saß jedenfalls in der dritten Reihe, mit meinem Emsa-Becher und einem Energy Drink. Für die Bildung war gesorgt. Nur die Powerbank hatte ich zu Hause vergessen.

    Dafür hatte ich es immerhin ins Uni-WLAN geschafft. Man muss Prioritäten setzen.

    Die Mensa – ein Abenteuer für sich

    Nach der Vorlesung wollte ich etwas essen. Eine nachvollziehbare Entscheidung, sollte man meinen.

    Drei Versuche brauchte ich, um den Eingang zur Mensa zu finden. Beim vierten klappte es endlich. Dazwischen war ich um das Gebäude herumgeschlichen, als würde ich einen geheimen Zugang suchen.

    Irgendwann hatte ich es geschafft. Currywurst mit Pommes. Meine Belohnung.

    Currywurst mit Pommes Mensa Uni Wuppertal

    Allerdings musste ich dafür noch drei Treppen innerhalb des Gebäudes hinunter und später wieder hinauf. Der Ausgang lag schließlich am Berg.

    Die Uni Wuppertal liegt nicht einfach irgendwo. Sie liegt so, dass man sich die Mensa offenbar erst verdienen muss.

    Sport hatte ich heute genug

    235 Stufen hoch zur Uni. Die Treppen in den Gebäuden habe ich gar nicht mitgezählt. Das war meine heutige Cardio-Einheit.

    Das Gym habe ich übrigens auch gefunden. Nur weiß ich leider nicht mehr genau, wo es war. 🙈

    Und jetzt?

    Ich bin müde. Ich bin genervt. Und ich muss noch im Vorlesungsverzeichnis herumwühlen, um herauszufinden, welche Veranstaltungen für mich überhaupt interessant sind, welche Voraussetzungen gelten und wo die Veranstaltungen stattfinden.

    Aber ich war dort. Ich habe meine erste Vorlesung besucht, mich durch die Gebäude gekämpft und meine Pommes bekommen.

    Für den ersten Unitag reicht das eigentlich.

    Morgen ist ein neuer Tag. Donnerstags findet die Einführung für Seniorstudierende statt. Vermutlich bin ich auch dabei – sofern ich das Gebäude, die Ebene und den Raum finde.

    Vielleicht finde ich dann wenigstens den Ausgang auf Anhieb.

  • Ich wollte eigentlich nur wieder ins Gym

    Ein bisschen Muskelgedächtnis testen, dachte ich. Jetzt habe ich ein Seniorenstudium, eine 40-Liter-Sporttasche und einen Tag, der plötzlich nur noch 24 Stunden hat.

    Ich wollte eigentlich nur wieder ins Gym. Früher hieß das noch Sport-Studio.

    Nach ungefähr 30 Jahren Pause. Das war der Plan.

    Muskelgedächtnis testen. Den körperlichen Verfall verlangsamen. Schauen, was mein inzwischen 61½-jähriger Körper noch so kann.

    Eigentlich ein ziemlich überschaubares Vorhaben.

    Dachte ich.

    Denn irgendwie ist aus einem Vorhaben das nächste geworden.

    Ich habe mir einen 27-Liter-Sportrucksack gekauft. Als ich ihn befüllen wollte, merkte ich: zu klein.

    Also habe ich mir eine 40-Liter-Sporttasche gekauft. Die hab ich auch in den Schrank gepackt, die ist viel zu groß.

    Und dann wollte ich mir eigentlich nur mal die Infoveranstaltung für Ältere an der Uni Wuppertal ansehen.

    Moment mal. Studieren?

    Ach ja.

    Das war so eigentlich nicht geplant.

    Ursprünglich wollte ich Sportwissenschaft studieren. Das klang schließlich ziemlich passend zu meinem Vorhaben, wieder Muskeln aufzubauen.

    Etwa eine Stunde später stellte sich heraus, dass Sportwissenschaft für Seniorenstudenten offenbar nicht angeboten wird.

    Also wurde per Mail auf Politikwissenschaft umgeschwenkt.

    Man muss flexibel bleiben. 😂

    Campus kennenlernen. Gebäude finden. Herausfinden, wo man eigentlich hin muss.

    Und dann war da noch Ebene 8.

    Das ist der Haupteingang.

    Die Universität liegt am Hang und deshalb funktionieren die Ebenen etwas anders, als man intuitiv erwarten würde.

    Darf man nicht mit Logik verstehen wollen.

    Aber erst einmal sehen.

    Überhaupt dieses „erst einmal sehen“.

    Das ist gerade ziemlich häufig mein Plan.

    Das erste Semester soll bewusst klein anfangen.

    Eine zweistündige Einführung für Seniorenstudenten, danach Mensa und vielleicht mittwochs noch eine Vorlesung.

    Besonders interessant finde ich Ernährung und Sport, ja Politik hab ich jetzt nur gewählt, weil Sport nicht geht. 🤣

    Und irgendwann kommt noch der Bibliothekskurs dazu.

    Den betrachte ich vorsichtshalber schon mal als halbes Studium.

    Ich muss schließlich erst wieder lernen, wie Lernen überhaupt geht und wie das heute so funktioniert.

    Das ist ungefähr 40 Jahre her.

    Und wenn ich schon an der Uni bin, kommt natürlich auch das Uni-Gym ins Spiel.

    Wenn ich sowieso dort bin, könnte ich Studium und Sport vielleicht ganz praktisch miteinander verbinden.

    Außerdem ist es günstiger als das Gym hier in der Nähe.

    Ich werde es mir anschauen und dann entscheiden.

    Ich möchte einfach wieder Muskeln aufbauen und möglichst lange stark, beweglich und belastbar bleiben.

    Der Waldlauf hat mir allerdings bereits ziemlich deutlich gezeigt, dass Joggen keine Alternative ist.

    Ich hasse Joggen. Deshalb Gym. 😉

    Und während ich mich noch damit beschäftige, wie das alles funktioniert, gibt es natürlich noch andere Dinge.

    Plasma spenden zum Beispiel.

    Meinen Blog. Den möchte ich wieder regelmäßiger mit neuen Inhalten füllen.

    Dann gibt es Haushalt, Einkaufen und den ganz normalen Kleinkram, der erstaunlicherweise auch erledigt werden möchte.

    Bis vor Kurzem war mein Alltag ziemlich übersichtlich.

    Aufstehen, Kaffee, im Internet surfen, irgendwann zu Aldi, Frühstück, wieder surfen, vielleicht ein Termin, etwas Haushalt, etwas chatten, gelegentlich telefonieren.

    Abends Serie oder Fernsehen.

    Ein recht gemütlicher Tag. Kein Hochleistungsleben, aber vor allem übersichtlich.

    Das hat sich gerade ziemlich verändert.

    Nicht unbedingt, weil ich jetzt plötzlich einen komplett durchorganisierten Hochleistungsalltag hätte.

    Im Gegenteil.

    Ich habe einfach mehr Lust auf Dinge.

    Und damit auch mehr Dinge, die ich machen möchte.

    Eine Idee kommt zur nächsten.

    Und irgendwann sitze ich da und denke:

    Wann genau ist mein Tag eigentlich so voll geworden?

    Dabei habe ich noch nicht einmal angefangen, alles wirklich regelmäßig zu machen.

    Und vermutlich fallen mir währenddessen noch drei weitere Sachen ein, die ich eigentlich auch schon immer mal machen wollte.

    Das ist vielleicht das eigentliche Problem.

    Oder auch gar kein Problem.

    Denn nach ziemlich langen ruhigen Jahren habe ich gerade wieder verdammt viel Lust auf Leben.

    Ich möchte Dinge ausprobieren.

    Ich möchte wieder Muskeln haben.

    Ich möchte schreiben.

    Ich möchte raus.

    Ich möchte wissen, wie das alles funktioniert.

    Und ich habe offenbar vergessen, dass ein Tag trotzdem nur 24 Stunden hat.

    Nebenwirkung von meinem Plan: Seniorenstudium.
    Ich bin inzwischen Gasthörende an der Uni Wuppertal. Äußerlich ganz entspannt. 🤣🤘

  • Ein moderner Beipackzettel und wieder offene Kommentare

    Nach fast 20 Jahren bekommt der Beipackzettel ein Update. Und die Kommentarfunktion ist auch wieder geöffnet.

    Nach ungefähr 20 Jahren war es offenbar mal an der Zeit, den Beipackzettel von psychoMuell zu modernisieren.

    Der alte Text hat mich immerhin seit 2006 begleitet. Er durfte also inzwischen offiziell als historisches Dokument gelten. 😄

    Inhaltlich ist einiges geblieben: ein bisschen Depression, eine Portion Sarkasmus, Ironie, schwarzer Humor und die ausdrückliche Erlaubnis zur künstlerisch selbstherrlichen Freiheit.

    Nur sprachlich war eine kleine Modernisierung irgendwann nicht mehr zu vermeiden.

    Der Beipackzettel wurde gründlich überarbeitet und auf den Stand von 2026 gebracht.

    Und es darf wieder kommentiert werden

    Allerdings nicht dauerhaft: Kommentare sind jeweils sechs Tage nach Veröffentlichung eines Beitrags möglich.

    Und weil ich nicht 24 Stunden am Tag vor meinem Blog sitze, werden die Kommentare moderiert. Das bedeutet nicht, dass ich nur Kommentare veröffentliche, die meiner Meinung entsprechen. Widerspruch ist ausdrücklich erlaubt.

    Ein Kommentar sollte allerdings schon irgendwas mit dem jeweiligen Artikel zu tun haben.

    Für ein schlichtes „Hallo“, „Sehe ich auch so“ oder „Geht mir genauso“ gibt es schließlich auch noch das echte Leben. 😉

    Das Kleingedruckte

    Damit niemand rätseln muss, was ich unter einem vernünftigen Kommentar verstehe, gibt es jetzt auch das Kleingedruckte zum Kommentieren.

    Darin steht unter anderem, warum Kommentare moderiert werden, was ich gerne lese und was bei mir eher den Weg in den digitalen Papierkorb nimmt.

    Ansonsten bleibt hier alles beim Alten.

    Also fast.

    Der Beipackzettel ist modernisiert, die Kommentare sind wieder offen und ich habe offenbar gerade Spaß daran, meinen Blog aufzuräumen.

    Man gönnt sich ja sonst nichts. 😄