Schlagwort: Depressions-Fachstation

  • 1 Woche Tagesklinik

    Die erste Woche war schon ermüdend; habe ich abends gemerkt als mich mein Mann geweckt hat, damit ich mein Noctamid (Wirkstoff: Lormetazepam) nehme…

    Von meinem neuen Antidepressivum Stangyl schlafe ich scheinbar tiefer.

    Da ich zwischendurch leichte Kreislaufprobleme (Schwindel) hatte, habe ich am Wochenende auch meinen Betablocker (Dociton) nicht mehr genommen; wird mein Doc bestimmt sein Gesicht verziehen, da ich eigenmächtig ein Medikament abgesetzt habe.

    Eigentlich habe ich einfach keine Lust mehr auf Medikamente; besonders nicht auf Nebenwirkungen wie:

    Gewichtszunahme, Verstopfung (dagegen bekomm ich ja 3x täglich ein Pülverchen)

    Wassereinlagerung, extrem trockene Hände, trockener Mund.

    Mein Oberarzt scheint mit mir wohl nicht (mehr) darüber diskutieren zu wollen…

    Er meint, ohne Medikamente gehe es nicht.

    Ich selber stelle keinen großen Unterschied zwischen stationärem Aufenthalt und Tagesklinik fest. Es ist so wie vor 8 Monaten – an meiner Depression oder chronischen Verstimmung hat sich nichts besonderes getan.

    Aber ich bin ja ein “Spätmerker”, vielleicht ist mein Zustand ja nicht so schwarz, sondern schon antraziht

    Selbsteingeleitete Notschlachtung erfolgt bei 75.00 kg Körpergewicht

  • Stangyl (Wirkstoff: Trimipramin)

    Mein Antidepressiva Ludiomil®, wird durch Stangyl® (Wirkstoff:Trimipramin) ersetzt. – In Kombination mit Quilonum® (Wirkstoff:Lithium) –

    Heute Abend beginne ich mit 50 mg (und morgens 25 mg) und ich lasse das Schlafmittel Noctamid und Seroquel weg. In den nächstenTagen wird wohl auch der BetaBlocker abgesetzt.

    Ich hoffe mal, dass ich tagsüber nicht allzu müde bin und davon nicht zunehme…

  • 2. Tag in der Tagesklinik

    Heute früh zur Hautärztin gefahren worden, da ich einige rote Flecken im Gesicht und am Hinterkopf habe.

    Talgdrüsenexem – entsteht durch den Betablocker und Stress.
    Salbe und eine Waschlotion wird in der Klinikeigenen Apotheke angerührt und steht mir ab Donnerstag zur Verfügung.
    Zum Glück bekomme ich deswegen nicht schon wieder ein neues Medikament.

    So wie ich es heute gehört habe, soll ich wieder einmal
    (Wirkstoff) Nortriptylin nehmen, auch ein altes (Trizyklisches) Antidepressivum.

    Das ist (in Verbindung mit Lithium), das bisher einzige Antidepressivum, das auch eine Wirkung erzielte.

    Zwar recht schwach, aber besser als ohne Medikamente. Leider sind die Nebenwirkungen (Wassereinlagerung, trockener Mund, Gewichtzunahme, Heißhunger) stärker, zumindest aus meiner Sicht.

    Den Ärzten ist die Gewichtzunahme so ziemlich egal, da sie da eine recht hohe Toleranzgrenze haben)

    Heute nachmittags zu Hause, war wohl mein eh schon niedriger Blutdruck noch niedriger…
    Ich fühlt ich ganz wackelig auf den Beinen und mir war schlecht.
    Mein Mann empfahl mir, etwas Süßes zu essen.
    Hat geklappt, nach einer Stunde ging es mir wieder besser.

    Was soll man auch von einem Betablocker anderes erwarten, seine Hauptaufgabe ist es ja, den Bluthochdruck (den ich nicht habe) zu senken. Er macht ja nur seinen Job! Nebenbei soll er das Zittern unter Lithium unterbinden und das scheint er ja auch noch zu können. Ein Multitaskingfähiges Medikament.

  • 1. Tag in der Tagesklinik

    Mein erster Tag in der Tagesklinik ist geschafft. Es war ein seltsames Gefühl nur als Tagesklinik-Patient auf der Station zu sein. (befördert?!)
    Ich fühlte mich irgendwie gehetzt…

    Hier mal mein Wochenplan-Therapie-Plan – das mach ich dort:

    Heute war leider auch noch “Wiegen” – mit Lithium und dem “alten” Ad Ludiomil schaffe ich es auf 72.7 kg! Klasse!

    Das überzeugt mich schon fast, ohne Medikamente weiterzuleben. Es kann mir doch schliesslich egal sein, ob ich mich irgendwann umbringe, weil ich depressiv bin oder weil ich zu fett bin…

    Übrigens am Mittwoch habe ich noch einen Termin beim Hautarzt; hab da irgendwelche leicht rötlichen Stellen im Gesicht – Ekzem oder Nebenwirkung von einer der wenigen Pillen, die ich verspeise..

    Patient R. nimmt mich morgens mit – o.k. ich bin dann schon um 7 Uhr dort, aber es ist so bequemer.