Schlagwort: Depression

Depression, alles was dazu gehört

  • Umstritten – das neue Diagnostik-Handbuch für psychische Störungen DSM-5

    Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) warnt davor, die diagnostischen Kriterien für psychische Erkrankungen aufzuweichen.

    Anlass ist das aktualisierte Diagnostik-Handbuchs für psychische Störungen DSM-5 in den USA, welches von der American Psychiatric Association (APA) am 18. Mai 2013 veröffentlicht wurde.

    Der BPtK-Präsident kritisiert, dass in dem Diagnostik-Handbuch Trauer nach dem Verlust einer nahestehenden Person bereits nach zwei Wochen als Krankheit eingestuft werden kann: »Wer intensiv trauert, erfüllt zwar häufig formal die Kriterien einer Depression, ist aber nicht krank.« (Artikel)

    In Deutschland gilt das ICD-10 der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

    ICD-10 – Kapitel V: Hier sind die psychischen Erkrankungen beschrieben, aufgrund derer ein Mensch in Deutschland von Ärzten und Psychotherapeuten als krank diagnostiziert werden kann.

  • Bluttest kann Wirkung von Antidepressiva vorhersagen

    Antidepressiva helfen nicht jedem Menschen, bei manchen Patienten wirken sie gar nicht oder nur sehr gering.

    Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und der Universitätsmedizin Mainz haben nun Hinweise dafür gefunden, wie sich der Effekt von Antidepressiva per Blutuntersuchung vorab klären lässt. […] (idw)

    Bevor der epigenetischen Marker routinemäßig für Patienten eingesetzt werden kann, müssen die Ergebnisse in unabhängigen Patientengruppen bestätigt werden.

  • Berichterstattung: Antidepressiva sind keine Glückspillen


    DGPPN: Bei Antidepressiva handelt es sich um verschreibungspflichtige Medikamente, die für die Heilbehandlung einer schweren Erkrankung eingesetzt werden – und die nach strenger Indikationsstellung verordnet werden sollten. Sie bewirken kein „Glück“, stattdessen beseitigen oder mindern sie die Krankheit „Depression“. Damit ermöglichen sie es Menschen mit depressiven Erkrankungen sich aus negativen Gefühlen und Hoffnungslosigkeit zu befreien, um wieder positive Gefühle empfinden zu können. Bei Gesunden werden keine positiven Gefühle induziert. Antidepressiva lapidar als „Glückspillen“ zu bezeichnen, verharmlost das Leiden der Betroffenen.

    Stellungnahme der DGPPN zur ARD-Reportage „Gefährliche Glückspillen – Milliardenprofite mit Antidepressiva“:

    Die Sendung hat in Deutschland ein großes Medienecho ausgelöst und viele Patientinnen und Patienten, die mit Antidepressiva behandelt werden, erheblich verunsichert. Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) nimmt dies zum Anlass, um über die Chancen und Risiken der Behandlung von Depressionen mit SSRI aufzuklären.

  • Uni Bonn: Erfolg gegen schwere Depressionen durch tiefe Hirnstimulation

    Mit dieser Methode wird in der Uni-Klinik Bonn schon einige Jahre geforscht, jetzt haben sie aber schwerstdepressiven Patienten diese Schrittmacherelektroden an einer anderen Stelle im Gehirn eingebaut (in das Mediale Vorderhirnbündel) diese Stelle ist wohl erfolgversprechender.
    (mehr auf idw) 7 Patienten haben sich diesem Eingriff dieser aktuellen Studie unterzogen.

    In früheren Studien implantierten die Ärzte die Elektroden jedoch nicht in das Mediale Vorderhirnbündel, sondern in den Nucleus Accumbens, der ebenfalls zum Belohnungssystem des Gehirns gehört.