EKT vs. Verlängerung der Rente

Ich war heute bei meiner Therapeutin, diese teilte mir mit, dass sie eine Anforderung vom Rentenversicherungsträger (Verlängerung der EM-Rente) erhalten habe, sich zu meinem aktuellen Gesundheitszustand zu äußern.

Sie könne dies aber nur auf den nicht medizinischen Teil beschränken, da sie ja kein Ärztlicher Psychotherapeut sei und ich solle mir doch einen Termin bei meinem Ex-Psychiater machen, der dann ggf. medizinisch Stellung beziehen könne.

Auch solle ich endlich Position beziehen, ob ich arbeiten wolle oder nicht und dies dann auch beim Rentenversicherungsträger vertreten.

Davor drücke ich mich ja gerne, weil ich weder in eine Werkstatt für Behinderte möchte, noch irgend etwas ähnliches machen will. In meinem Alter noch eine Umschulung zu bekommen, ist auch sehr ausgeschlossen.

Ich weiß eigentlich nur, was ich nicht machen will und habe nur eine grobe, flexible Vorstellung, was ich mir vorstellen könnte zu machen.

Nur ich befürchte, mit meinem Hintergrund, befristete Rente, Depression und noch alt bekomme ich eh keinen guten Job. (Ja, ich habe mich schon mehrfach per Email beworben – erfolglos)

Das nennt man dann auch Aufschieberitis, so lange mit der Entscheidung warten, bis es nicht mehr anders geht oder von anderen entschieden wird …

Ich habe es nicht so mit Entscheidungen, die ich für mich selber treffen muss – böses Handicap! Früher war das allerdings nicht so.

Meine Lebenszeit verrinnt und ich gucke zu.

Meine Therapeutin war heute leicht »ätzend«, aber noch nicht genug, ich glaube ich brauche mehr Druck.

Die Elektrokrampftherapie (EKT) behalte ich mal im Hinterkopf …

Susanne

15 Gedanken zu „EKT vs. Verlängerung der Rente“

  1. Die REHA Dannenberg bietet sowas an. Die medizinische REHA kann bis zu einem Jahr gehen, leider haben bei mir die Kostenträger nicht mehr mitgespielt. Es war sehr gut dort, es hat was gebracht.

  2. Welche med. Reha geht denn 8 Monate lang? In der Regel kann man so einen langen Klinikaufenthalt nur in einem »normalen« Krankenhaus (Psychiatrie) erhalten.

    Ach ja, informiert habe ich mich allerdings auch schon und ich sehe die EKT für mich als letzte Möglichkeit an. Narkose mag ich ;-). Ich überlege noch.

  3. öhm, nööö, irgendwie nicht g
    Ich würde allerdings nicht in einer Behindertenwerkstatt arbeiten wollen.

  4. Ausnutzen kann man das nicht nennen, weil jeder dort nach seinem Tempo arbeiten kann. Bevor du Vorurteile schiebst, informier dich doch mal! Solche Einrichtungen nach aller Warscheinlichkeit nicht nach Gewinn und wenn was übrig bleibt, wird es wieder in die Infrastruktur investiert. Es gibt ja keine Aktionäre die Anteile an einer Behindertenwerkstatt halten. Diese Werkstätten dürfen auch nicht in Konkurrenz mit den regulären Arbeitsplätzen treten und produzieren sowieso nur Dinge, die sonst nach China verlagert würden.

  5. Hm, da bleibt ja nichts anderes als eine Behindertenwerkstatt. Ich glaube, dass du dich mit deiner Behinderung nicht so abgefunden hast, was ich gut verstehen kann. Hast du wenigstens ein Praktikum in so einer Werkstatt gemacht?

  6. Ja ich weiß, dass das ein Symptom ist, da nützt mir nur leider nicht viel.
    Für den Rentenversicherungsträger bin ich schon zu alt – zumindest für eine Umschulung. Allerdings könnte man ja ggf. auch klagen!

    Nur ich weiß nicht wirklich genau, was ich will. Wer stellt jemanden ein, der nach einer potentiellen Umschulung ca. 48 Jahre alt ist und in diesem Beruf keine Berufserfahrung hat ;-).

  7. Entscheidungen aufschieben und das andere für einen entscheiden, ist ja ein Symptom dieser Erkrankung. Ich würde trotzdem versuchen eine Umschulung zu bekommen, denn ich bin auch gerade dabei daran zu arbeiten. So alt bist du auch nicht. Probieren geht über Studieren!

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