Zolpidem kann Fahrtüchtgkeit und Reaktionsvermögen senken

Nach der Einnahme von Zolpidemhaltige Arzneimittel, kann es am nächsten Morgen, zu einer erhöhten Beeinträchtigung von Fahrtüchtigkeit und  Aufmerksamkeit kommen, deshalb wird demnächst die Fachinformationen zu Zolpidem-haltigen Hypnotika darauf hinweisen. (Info des BfArM, Pressemitteilung der EMA)

Ich habe Zolpidem einige Zeit nur stationär  auf der Depressions-Fachstation bekommen, es hat leider schnell seine Wirkung bei mir verloren.

Escitalopram: Meine Erfahrungen

Wirkung und Nebenwirkung von dem Antidepressivum Escitalopram, welches ich schon mehrfach mit Pausen genommen habe. Es macht mich etwas entspannter.

Escitalopram 5mg

Escitalopram (Wirkstoff), ein Antidepressivum, welches bei Depressionen und Angsterkrankungen verschrieben wird, habe ich schon mehrmals für einige Monate genommen und dann wieder abgesetzt, weil ich wissen wollte, wie mein Befinden ohne Medikament ist. Ich nehme es immer dann, wenn es mir sehr schlecht geht, es stabilisiert mich dann und bringt mich durch die Krise.

Wirkung von Escitalopram

Eine große Wirkung bemerke ich bei keinem AD, bei mir wirken die nur sehr gering bis kaum. Ich bin schon froh, wenn ich damit etwas entspannter bin und mich um meine Dinge kümmern kann.

Mir macht meist der Übergang von der hellen zur dunklen Jahreszeit zu schaffen.

Wenn man oft auf Nebenwirkungen reagiert, ist es ratsam (bei der ersten Einnahme) mit Escitalopram Tropfen zu beginnen, später dann die Tabletten. Die Tropfen lassen sich in geringerer Dosis leicht dosieren und vermindern die möglichen Nebenwirkungen.

Nebenwirkungen von Escitalopram

Meine Nebenwirkungen bei der ersten Einnahme, bei erneuter Einnahme deutlich weniger/geringer:
Schwindel, Übelkeit, trockener Mund, leichte Kopfschmerzen/Kopfdruck, leichter Schwindel beim Aufstehen (Positionswechsel), Schnupfen – nachts verstopfte Nase, tagsüber leicht laufende Nase. Leichte Sehstörungen (gestörte Anpassung an Nah-und Weitsehen), Tagesmüdigkeit, Gelenkschmerzen.

Dosierung von Escitalopram

Ich habe auch schon mal 20 mg Escitalopram genommen, aber keinen Unterschied zu 10 mg oder 5 mg gemerkt. Deshalb ist meine Dosis 2.5 mg oder 5 mg.

Bei der ersten Einnahme verringerten sich die Nebenwirkungen nach ca. 2 Wochen. Bei jeder Erhöhung hatte ich sie wieder.

Mein Schlafverhalten war für mich wie immer, ich kann Escitalopram auch abends vor dem Schlafen nehmen.

Mit Escitalopram habe ich einige Male etwas an Gewicht zugenommen, allerdings bei der letzten Einnahme (Dezember 2014) einige Kilos verloren. Das war das erste Mal. Vermutlich war mein Stresspegel viel zu hoch.

Wenn ich Escitalopram nehme, mag ich keine Milch mehr, besonders nicht in meinem Kaffee. Warum das so ist, weiß ich nicht.

Da ich viele AD ausprobiert habe, mir bisher aber nur Escitalopram in Krisen etwas geholfen hat, werde ich es immer dann nehmen. Dauerhaft möchte ich kein AD nehmen, weil diese Pillen nur gering wirken. Hätte ich eine Pille mit der ich «gut drauf» wäre, dann würde ich mir das überlegen ;-). Aber die gibt es für mich nicht.

Das hessische Ärzteblatt berichtet über dosisabhängige kardiovaskuläre Nebenwirkungen bei Escitalopram (Handelsname: Cipralex) und Citalopram.
Vorsicht ist angebracht bei Vorerkrankungen und älteren Menschen.
Den Beipackzettel findet man im compendium.ch.

Berichterstattung: Antidepressiva sind keine Glückspillen


DGPPN: Bei Antidepressiva handelt es sich um verschreibungspflichtige Medikamente, die für die Heilbehandlung einer schweren Erkrankung eingesetzt werden – und die nach strenger Indikationsstellung verordnet werden sollten. Sie bewirken kein „Glück“, stattdessen beseitigen oder mindern sie die Krankheit „Depression“. Damit ermöglichen sie es Menschen mit depressiven Erkrankungen sich aus negativen Gefühlen und Hoffnungslosigkeit zu befreien, um wieder positive Gefühle empfinden zu können. Bei Gesunden werden keine positiven Gefühle induziert. Antidepressiva lapidar als „Glückspillen“ zu bezeichnen, verharmlost das Leiden der Betroffenen.

Stellungnahme der DGPPN zur ARD-Reportage „Gefährliche Glückspillen – Milliardenprofite mit Antidepressiva“:

Die Sendung hat in Deutschland ein großes Medienecho ausgelöst und viele Patientinnen und Patienten, die mit Antidepressiva behandelt werden, erheblich verunsichert. Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) nimmt dies zum Anlass, um über die Chancen und Risiken der Behandlung von Depressionen mit SSRI aufzuklären.