Schlagwort: Depression

Depression, alles was dazu gehört

  • Einmal Patient in der Psychiatrie – immer Psychiatrie?


    Drehtüreffekt in der Psychiatrie.
    Die Wiederaufnahmequote bei stationären psychiatrischen Patienten ist in Deutschland sehr hoch. (ärzteblatt)

    Warum wohl nur?
    Weil mit länger dauernder psychischer Erkrankung und Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit der soziale Abstieg eingeleitet wird.

    Man dreht sich im Kreis und ist gestresst:
    Krank, der Job ist weg (vielleicht sogar der Partner, Freunde und Bekannte, die Familie), vielleicht befristete Rente, deutlich weniger Geld zum Überleben, das zieht zusätzlich runter. Die Ungewissheit, ob die Rente verlängert wird. Die verschiedenen Behandlungen sichern nur das Überleben, aber ermöglichen kein Leben. Die Lebensfreude fehlt. Eine sehr wichtige Stimmung/Gefühl, um Leben zu können.

    Berechtige Existenzängste!

    Wenn die EM-Rente irgendwann nicht mehr verlängert wird, welcher Arbeitgeber stellt einen Menschen ein, der z.B. chronisch depressiv ist und einige Jahre eine Rente bezogen hat?!

    Der Depressive lebt im Dauerstress, wenn keine Medikamente/Therapien helfen und damit kann niemand leben.

    Der Spruch »Einmal in der Psychiatrie – immer Psychiatrie«, trifft wohl allzu häufig leider zu. Man trifft auch oftmals alte Bekannte dort.

    Also geht es ab und an zur Krisenintervention wieder zurück in die Psychiatrie. – bis man irgendwann entscheidet, es drauf ankommen zu lassen.

  • Sommerpause

    Ich mache eine kurze Blogpause (schreibe erst mal nichts privates), da ich gestresst bin und irgendwie unter Druck stehe.

    Mich macht es fertig, das ich mal Antrieb habe und dann mal wieder nicht. Stimmung schwankt zwischen mies und ganz mies.

    Damit weiß ich nicht umzugehen, das hatte ich sonst auch nie und ja, das ist sehr anstrengend. Mein Schlafverhalten hat sich auch verändert.

    Sicher war ich heute beim Gespräch (bei der Psychotherapeutin in der Institutsambulanz), nächste Woche habe ich noch mal einen Termin.

  • Schlecht schlafen

    Ich schlafe seit dem Frühjahr sehr schlecht, das hat mich bisher nicht wirklich gestört, bzw. ich habe es so hingenommen.

    Ich werde immer so gegen 4 Uhr wach, wälze mich dann hin und her, schlafe immer mal wieder kurz ein. (vorher schlafe ich auch nicht wirklich durch, ein bis zweimal werde ich wach).

    Bisher dachte ich, es läge am frühen Hell werden, aber seit einigen Wochen habe ich ein Verdunklungsrollo und es ändert sich nichts an meinem Schlafverhalten.

  • EKT vs. Verlängerung der Rente

    Ich war heute bei meiner Therapeutin, diese teilte mir mit, dass sie eine Anforderung vom Rentenversicherungsträger (Verlängerung der EM-Rente) erhalten habe, sich zu meinem aktuellen Gesundheitszustand zu äußern.

    Sie könne dies aber nur auf den nicht medizinischen Teil beschränken, da sie ja kein Ärztlicher Psychotherapeut sei und ich solle mir doch einen Termin bei meinem Ex-Psychiater machen, der dann ggf. medizinisch Stellung beziehen könne.

    Auch solle ich endlich Position beziehen, ob ich arbeiten wolle oder nicht und dies dann auch beim Rentenversicherungsträger vertreten.

    Davor drücke ich mich ja gerne, weil ich weder in eine Werkstatt für Behinderte möchte, noch irgend etwas ähnliches machen will. In meinem Alter noch eine Umschulung zu bekommen, ist auch sehr ausgeschlossen.

    Ich weiß eigentlich nur, was ich nicht machen will und habe nur eine grobe, flexible Vorstellung, was ich mir vorstellen könnte zu machen.

    Nur ich befürchte, mit meinem Hintergrund, befristete Rente, Depression und noch alt bekomme ich eh keinen guten Job. (Ja, ich habe mich schon mehrfach per Email beworben – erfolglos)

    Das nennt man dann auch Aufschieberitis, so lange mit der Entscheidung warten, bis es nicht mehr anders geht oder von anderen entschieden wird …

    Ich habe es nicht so mit Entscheidungen, die ich für mich selber treffen muss – böses Handicap! Früher war das allerdings nicht so.

    Meine Lebenszeit verrinnt und ich gucke zu.

    Meine Therapeutin war heute leicht »ätzend«, aber noch nicht genug, ich glaube ich brauche mehr Druck.

    Die Elektrokrampftherapie (EKT) behalte ich mal im Hinterkopf …