Kategorie: Privat

Leben –  Alltägliches

  • 2. Wochenende zu Hause

    ich war noch von der Wachtherapie am Donnerstag ziemlich kaputt, war aber dennoch etwas aktiver als beim ersten Zuhause-Wochenende.

    Wir haben das Schlafzimmer fast leer geräumt, nur der Kleiderschrank steht noch. Teppich und Bett sind schon im Keller, da Donnerstag Sperrmüll abgeholt wird.
    Die Tapete macht Jörg in den nächsten Tagen alleine von den
    Wänden.
    Ansonsten hab ich etwas geputzt, der PC steht jetzt auch im
    Wohnzimmer.

    Wie es weitergeht, werden wir in den nächsten Wochen wissen.

  • Wachtherapie

    Bei der Wachtherapie wird man um 1:30 geweckt und bleibt bis zum Abend auf.
    Es wird meist mit mehreren Patienten durchgeführt. Während der Nacht kann man sich dann mit Spielen, Gesprächen und Lesen wachhalten.
    Am Morgen hat man dann diverse Therapien und soll sich erst Abends hinlegen.
    Diese Wachtherapie findet 2 mal in der Woche statt und bei vielen depressiven Patienten ist es dann so, dass sie sich etwas besser fühlen und oder über mehr Antrieb verfügen.
    Der depressive Mensch soll nur mal spüren, dass er doch noch, wenn auch nur für einige wenige Stunden, anders drauf sein kann.

    Ich habe bisher zweimal mitgemacht, leider mit bisher wenig bis keine spürbare Verbesserung des Befindens. Ich war morgens müde und einige Stunden schlecht gelaunt bwz. leicht reizbar.
    Das kenne ich noch von meinen Bäckerjobs und ist mir somit nicht unbekannt.
    Ich soll noch 2-4 mal daran teilnehmen…

  • Stimmung

    Meine Stimmung ist noch unverändert, d.h. ich fühle nichts – null- neutral. Antrieb ist auf das Notwendigste beschränkt.

    Da ich das ja selber nicht verstehe und es mich sehr nervt, habe ich meine Ärztin darauf angesprochen. Sie meinte, so etwas sei durchaus möglich, wenn man in einer schweren Depression sei.
    Das beruhigt mich nur etwas…

    Jeden Tag haben wir eine sogenannte “Morgenrunde”, in der wir nach Stimmung und Antrieb gefragt werden, bisher sage ich immer nur unverändert…

  • Erste Klinik-News

    So, es gibt zwar auf dem Klinikgelände auch ein “Internet-Cafe”, was allerdings nur aus 2 Pcs besteht, welche in einem total verräucherten Raum sind – das wollte ich mir nicht antun!

    “Meine” Ärztin und das Pflegeteam scheinen o.k. zu sein, nett und aufmerksam.
    Ich war ja in dieser Klinik schon auf zwei anderen Stationen, aber diese hier ist bisher die beste.

    Nach einer Woche habe ich mich eingewöhnt und durfte das zweite Wochenende nach Hause; nennt sich BE.

    Medikamente:
    Morgens 60mg Cymbalta® (Wirkstoff Duloxetin), Mittags 30mg
    gesamt 90mg Cymbalta
    Abends eine halbe Pille Lithium. (225mg)

    Ich könnte mir vorstellen, dass Cymbalta® bald abgesetzt wird, da ich wie unter Reboxetin, unter Verstopfung leide. Deshalb nehme ich alle 4 Tage Abführtropfen, das Isolax, welches ich dreimal täglich nehmen soll, zeigt bzgl. der Verdauungsanregung keine Wirkung.

    Bisher nehme ich an einer Infogruppe zur Depressionserkrankung teil, habe Sport und Ergotherapie.
    Ich habe eine Leinwand gebaut, die ich mit Strukturputz bestreiche und anschliessend farbig anmale.

    Jetzt werde ich erst mal etwas surfen, mit meinen Katzen schmusen und meinem Mann seinen Browser reparieren.