Jede Depression wird besser, sofern man sie überlebt †
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Verstopfung (Obstipation) und Antidepressiva?
Einige Antidepressiva (u. auch andere Medikamente) können leider nicht nur in der Anfangsphase eine Verstopfung (natürlich auch noch andere Nebenwirkungen) auslösen, sondern diese kann möglicherweise auch auf Dauer sein.
Um das herauszufinden, muss man das Antidepressivum erst einmal länger ausprobieren, nach meinen eigenen Erfahrungen so ca. 2 bis 3 Monate lang, wenn man diese Nebenwirkung so lange aushält oder gewillt ist, auszuhalten.
Natürlich ist dieses “Scheiss-Thema” für die meisten Menschen ein Tabu, vielleicht noch mehr als die Depression…
Dabei ist die Verdauung ein ganz natürlicher Vorgang. Und dazu gehört nun einmal auch der Stuhlgang. Das eigene Schamgefühl führt dazu, dass viele sich selber behandeln.
Auf jeden Fall sollte man umgehend mit seinem Psychiater, in diesem Fall vielleicht eher mit dem Hausarzt, darüber sprechen!
Mögliche Gegenmaßnahmen/Hilfsmittel:
- Die regelmäßige Einnahme von Ballaststoffen wie Kleie, Lein- oder Flohsamen unterstützen den Darm, Ballaststoffe. helfen aber nicht bei einer akuten Verstopfung. Viel Trinken, ist unbedingt notwendig!
- Ein Glas Traubensaft vor dem Frühstück
- viel Bewegung
- getrocknete Pflaumen tagsüber essen
- Zäpfchen (Bäh) oder ein Einlauf
- spezielle Abführmittel zur kurzfristigen Entlastung aus der Apotheke, aber dauerhaft sollte man solche Mittel nicht nehmen und schon gar nicht ohne den Arzt aufzusuchen!
Ich habe auf der Depressions-Fachstation 2006 bei meiner Lithium-Testerei mehrere Monate Verstopfung gehabt. Pflaumensaft, Kleie, hat nichts gebracht, auch nicht so ein Klinikeigenes zusammengemischtes Mittelchen.
Nach einigen Wochen kam ich dann mit Verdacht auf Ileus (= Darmverschluss) auf die Internistische Abteilung eines anderen normalen Krankenhauses. Zum Glück musste ich dort nur einen Tag bleiben und kam auch zu meinem aller ersten Einlauf, danach ging es mir besser.
Ab dann bekam ich, so lange ich Lithium nahm, ein teuere Mittel gegen chronische Verstopfung (Muvicol), von welchem ich täglich drei Beutel zu mir nehmen musste, was auch sehr gut gewirkt hat.
Für mich wäre das aber auf Dauer kein Zustand gewesen, weil ich durch Lithium neben der Verstopfung auch noch andere Nebenwirkungen hatte, wie Wassereinlagerung, Zittern und heftige Gewichtszunahme hatte!
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