Jede Depression wird besser, sofern man sie überlebt †

Risiko: Depression und Diabetes

Menschen mit Depressionen haben ein erhöhtes Risiko, an der Zuckerkrankheit Typ-2-Diabetes mellitus zu erkranken. Aber auch eine bestehende Diabetes-Erkrankung erhöht das Risiko, eine Depression zu entwickeln. Kommen beide Erkrankungen zusammen, potenzieren sich die negativen Folgen für Lebensqualität und Lebensdauer der Betroffenen. (diabetesde.org/Presse)

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— Xaver, 22.08.2010@21:57 # 1 -

Oh wie war! Seit Jahren versuche ich aus diesem Karusell zu kommen. Diabetes vergeht nicht, aber ich hatte immer die Hoffnung die Depressionen veschwinden zu lassen. Leider habe ich nie länger ohne Medikamente ausgehalten, denn immer wen ich sie abgesetzt hatte kamen sie wieder und drückten mich auf den Boden.

— Solveig, 24.08.2010@18:50 # 2 -

Das überrascht mich gar nicht!

Diabetes Typ 2 ist eine Erkrankung, die meist zufällig bei einer Routineuntersuchung festgestellt wird – oder wenn jemand wegen bereits vorhandener Folgeschäden zum Arzt geht. Dann wird gar nicht so selten ein »leichter Alterszucker« diagnostiziert und der Patient mit dem wohlmeinenden Rat »Nehmen Sie diese Tabletten und achten Sie auf Ihre Ernährung« entlassen. Wenn der Betroffene dann irgendwann erfährt, daß auch der angeblich »leichte« Typ-2-Diabetes keineswegs eine harmlose Erkrankung ist, ist es häufig schon sehr oder zu spät: die Folgeschäden sind bereits eingetreten! Aber auch ohne schon vorhandene Folgeschäden ist es nicht einfach, mit einer lebenslangen(!) Erkrankung umzugehen, bei der diese ständig wie ein Damoklesschwert über einem hängen! Die allermeisten Typ-2-Diabetiker haben nahe Verwandte (z.B. Eltern, Großeltern, Geschwister, Tanten und Onkel), die bereits länger erkrankt sind bzw. waren und an denen sie sehen können, was diese Erkrankung für böse Folgen haben kann. Hinzu kommt, daß es keineswegs reicht, einfach nur Tabletten einzunehmen und darauf zu vertrauen, daß das ausreicht! Man muß liebgewonnene Verhaltensweisen ändern (z.B. sich bewegen), seine Mahlzeiten mit ganz anderen Augen sehen (z.B. auf Kohlenhydrate und Kalorien achten) und Disziplin halten (z.B. bei der Essensmenge). Aber das ist immer noch nicht alles! Schließlich droht mittelfristig auch noch die Insulinspritze und die lebenslange Abhängigkeit von ihr. Das sollte doch ausreichen, Depressionen zu entwickeln, oder?

Aber auch andersrum wird ein Schuh draus! Ich bin nicht die einzige, der Antidepressiva verordnet wurden, die das Sättigungsgefühl massiv unterdrückten! Wenn man diese Mittel länger einnimmt, ist eine Gewichtszunahme unvermeidlich – oder ein Leben, bei dem man ständig hungrig ist! Dazu kommt dann meist noch mangelnde Bewegung…
Ich habe aber zuätzlich den Verdacht, daß Sättigungs- und Depressionszentrum im Gehirn relativ dicht beieinander liegen! Zum einen können Depressionen selbst sowohl zur Gewichtszu- als auch -abnahme führen, zum anderen beeinflussen die meisten Antidpressiva das Gewicht.

— Xaver, 25.08.2010@22:12 # 3 -

Richtig Solveig,
mal schnell ne Tablette reingeworfen und das süße Leben ist OK!
Leider ist dem nicht so! Bevor ich eine ordentliche Therapie bekam habe ich durch eben diese Diabetes-Medis ordentlich zugelegt. Nun spritze ich Insulin und habe entgegen der allgemeinen Aussage an Gewicht verloren. Ist das nicht toll? Sicher geht das nicht so mit jede Woche 5 Kilo, sondern gemächlich. Langsam aber sichtbar und auch messbar.
Dennoch die Depris liegen mir immer noch schwer im Magen. Ab Morgen soll ein neues Mittel(Elontrin) die Sache richten. Ich weiß nicht ob ich das Zeug nehmen werde. Mein Apotheker hat mir abgeraten. Es ist schon einen seltsame Welt, den wem soll man vertrauen?! Dem Doc oder dem Apotheker?
Xaver

— Solveig, 26.08.2010@12:56 # 4 -

Hallo Xaver,

was ist Elontrin für ein Medikament? Eine Google-Suche lieferte ein ziemlich nebulöses Bild. Entweder wurden Ergebnisse für Elontril geliefert oder für Elontrin als einen anderen Namen für Xeristar mit dem Wirkstoff Duloxetine…

Ich persönlich vertraue weder Ärzten noch Apothekern wirklich, wenn es um Medikamente geht. Erstere verordnen oft das, was ihnen ein Pharmareferent am schmackhaftesten gemacht hat – auf sachlicher Ebene mit teilweise haarsträubenden Argumenten (oder glaubst Du, daß einzig(!) die Verwendung eines Pens (nicht aufgrund der Insulinwirkung!!!) den Blutzucker senken kann, wie mir ein Pharmareferent mal glaubhaft machen wollte?), letztere das, was für sie am attraktivsten ist – oder die Krankenkassen vorschreiben. An Sachverstand fehlt es beiden, wie die gleichzeitige(!) Verordnung zweier Medikamente durch EINEN Arzt und das gleichzeitige Abholen in EINER Apotheke beweisen – beides ohne jeglichen Hinweis. Erst beim Durchlesen beider Beipackzettel erfuhr ich, daß die beiden gar nicht gleichzeitig eingenommen werden dürfen!
Aber fragen Sie ruhig Ihren Arzt oder Apotheker…

Solveig

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