Jede Depression wird besser, sofern man sie überlebt †
Depression macht dick
Depressive Personen nehmen schneller zu als gesunde Personen.
Ihre Ergebnisse publizierten die Forscher in der Zeitschrift American Journal of Public Health (DOI: 10.2105/AJPH.2009.172809) (aerzteblatt.de).
Nachlassende Bewegung und Antidepressiva-Testerei, vielleicht noch ungesundes Essen bzw. keine Motivation mehr (auch auf die Ernährung zu achten), dazu noch Älter werden (Wechseljahre) und fertig ist der dicke Depressive. Im wahrsten Sinne des Wortes ;-)
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Nachlassende Bewegung kann wohl kaum der Grund sein. Als ich ab Herbst 2005 immer tiefer in die Depression rutschte, habe ich massiv abgenommen, weil ich einfach keinen Hunger mehr hatte. Schließlich wog ich 14 kg weniger als im Sommer 2005… Wenn ich dann noch die Kilos berücksichtige, die ich zwischenzeitlich wieder zugenommen hatte, waren es mehr als 17 kg, die mich die Depression gekostet hat! Bewegt habe ich mich in der Zeit kaum – eher vor dem PC gehockt und gespielt. Inzwischen habe ich wieder einen Teil des Gewichtsverlusts aufgeholt, aber es sind immer noch gut 6 Kilo weniger als vor fünf Jahren – und damals hatte ich Normgewicht.
Ich habe vor allem gewisse Antidepressiva im Verdacht! Da ich mein ganzes Leben lang immer kontrolliert gegessen habe – ich war aus gesundheitlichen Gründen dazu gezwungen – war ich völlig überrrascht, als ich anfing, Mirtazapin zu nehmen. Ich konnte mich einfach nicht mehr bremsen! Es war für mich nie ein Problem, zwei Riegel einer Tafel Schokolade zu essen und den Rest vor meiner Nase liegen zu lassen. Er konnte dort auch mehrere Tage lang liegen – oder bis mein Mann ihn fand. Mit Mirtazapin konnte ich selbst nach einer ganzen Tafel nicht aufhören und fing die nächste an… Bis heute – ein Jahr nach der relativ kurzen Mirtazapin-Einnahme – habe ich noch nicht wieder zu dem jahrzehntelang gewohnten Eßverhalten bezüglich Schokolade zurückgefunden! Tja, und das macht sich halt auf der Waage bemerkbar, auch wenn mein Gewicht noch immer deutlich im grünen Bereich liegt. Aber es wundert mich nicht mehr, warum es gerade in psychiatrischen Kliniken sehr viele sehr füllige Menschen gibt!
ich war immer schlank (so lange ich gearbeitet und Sport gemacht habe), bis ich diese Pillen-Testerei angefangen habe, danach habe ich es leider auch noch nicht geschafft, mein Gewicht zu reduzieren.
Antidepressiva- oder Pillen-Testerei trifft den Nagel auf den Kopf! Ich glaube inzwischen nicht mehr, daß diese Mittelchen einen anderen Zweck erfüllen, als den Pharma-Firmen einen dicken Gewinn zu bescheren! Im Gegensatz zu den damit Behandelten sind diese aber nicht traurig über die Zunahme…
Ich denke, dass Depressionen auch dick machen können. Wenn ich Frust schiebe, dann scheffel ich Chips und anderes rein. Sicher machen manche Antidepressiva auch dicker, aber nur denen die Schuld zuzuweisen wäre zu kurz gegriffen. (Manche Menschen nehmen bei Stress oder Depressionen zu, andere nehmen ab. Jeder Mensch ist anders.)
Du hast den Text wohl nicht richtig gelesen!
Wo gebe ich nur den ADs die Schuld?
Psychomuell du nimmst vieles zu persönlich gleich. Das war auf den Kommentar von Solveig bezogen, der ADs für Gewichtszunahmen verantwortlich macht.
Ich bin eben so!
Du hättest ja dazu schreiben können, dass du Solveig meinst.
»Ich bin eben so« sagen immer Leute die sich nicht verändern wollen. Vielleicht haste auch deswegen deine Depressionen. Am stärksten sind die Depressionen immer dann, wenn ich nichts an mir und an meinem Leben verändere.
Nein. Meine Depression hat sich in der Kindheit entwickelt.
Mit zunehmendem Alter wird man immer eingeschränkter, etwas selber verändern zu können. Man lebt nicht allein, sondern ist nun mal von anderen abhängig.
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