Jede Depression wird besser, sofern man sie überlebt †
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Mein Fazit der vergangenen Tage
Man sollte nie etwas negatives Veröffentlichen, immer nur schön positive Erfahrungen, das kommt auf jeden Fall viel besser an.
Man sollte auch nie als einfacher Mensch überhaupt eine eigene Meinung haben und diese veröffentlichen.
Missstände nie öffentlich weitersagen. Immer schön den geraden Weg gehen. Einfach nur kündigen und woanders anfangen. Ist sicherlich viel einfacher und angenehmer.
Danke für den Tipp @Michael.
Es muss und hat niemand anderen zu interessieren.
Meine Erfahrungen sind zu klein und unwichtig. Ich bin unwichtig. Sorry, dass ich mal kurz eine eigene negative Erfahrung mitgeteilt habe.
Stimmt mein Blog ist zu klein und Missstände will eh keiner lesen. Ich habe auch keine Lust mehr.
War wirklich eine sehr blöde Idee und ich habe mich dennoch aus Wut und Frust hinreißen lassen. Man fühlt sich einfach nur hilflos.
Aufgeben ist immer besser für dein einfachen Menschen. Sicher ist ein anonymes Blog viel besser. Noch besser, ist kein Blog.
Eigentlich brauche ich auch kein Blog mehr.
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@Susanne: Ich werde leider nicht viel sagen können, was dich tröstet. Und das, obwohl ich das heute gern tun würde. Aber dafür sind unsere Lebenssituationen zu unterschiedlich.
Deshalb will ich mich beschränken auf den Teil, der das Bloggen betrifft. Da kann ich ja ein bisschen mitreden. :-)
Worüber sollen eine Bloggerin oder ein Blogger denn sonst schreiben, wenn nicht über Dinge, die sie persönlich betreffen? Es sind nicht irgendwelche allgemeinen Nachrichten, die einen besonders bewegen und zu denen man im Blog Stellung beziehen will, sondern es sind vielmehr die, die uns persönlich nahe gehen oder uns besonders interessieren.
So wie ich dich bisher kennengelernt habe, hast du es dir vorher gut überlegt, ob du das im Blog ansprichst, wofür du jetzt überwiegend kritisches Feedback bekommen hast. Dass du das Thema dann, wie du selbst schreibst, aus Wut und Frust, tatsächlich aufgenommen hast, war natürlich riskant. Aber lass dir nicht einreden, dass es eine blöde Idee gewesen wäre. Hake es ab, nimm es in deinen Erfahrungsschatz (auch rund ums Bloggen) auf und blogge weiter.
Meine Frau schätzt meine Bloggerei überhaupt nicht. Und zwar nicht nur, weil ich viel zu viel Zeit damit verbringe. Das kann ich auch nicht abstreiten. Aber mehr geht es darum, worüber ich schreibe und welche Dinge ich dabei über mich oder über uns ausplaudere. Du liest und kommentierst ja oft bei mir (Danke!) und weißt deshalb sicher, was sie meint. Sie ist eben, im Gegensatz zu mir, kein Mensch, der eine bestimmte Grenze überschreiten würde. Sie käme nie auf die Idee, über einen Punkt hinauszugehen und Gefahr zu laufen, auch mal sehr persönliches über sich preiszugeben.
Ich weiß auch, dass es nicht gut ankäme, wenn beispielsweise mein Chef das lesen würde, was ich so über Kapitalismus oder gesellschaftskritische Dinge »ablasse«. Dessen bin ich mir bewusst, und trotzdem höre ich nicht damit auf. Ich kann das begründen. Nicht das Risiko, das ich damit vielleicht beruflich eingehe aber meine Motivation, es überhaupt zu tun.
Überlege dir, wie du mit der aktuellen Erfahrung umgehst. Wenn du am Ende wirklich zu der Überzeugung kommst, dass du »kein Blog mehr« brauchst, dann gib es auf. Aber denke noch eine Weile darüber nach. Die Zeit, die du dir nimmst, wird dir helfen, keine vorschnelle Entscheidung zu treffen.
Missstände soll, nein muss man ansprechen. Es wird nicht immer möglich sein, dabei abstrakt zu bleiben oder persönliche Erfahrungen zu anonymisieren. In dem Fall überwiegt für den Augenblick der Ärger, den man dadurch bekommen hat und den Widerspruch, der sich auch im Blog ansammelt.
Susanne: Ich mache es nicht anders als du. Und ich denke auch oft, meine Themen wären für die meisten Leute ja einfach nur uninteressant. Meine Güte, vielleicht ist es so. Darf ich dich an die Worte erinnern, die du mir in solchen Fällen als Kommentar geschickt hast? Wir schreiben nicht vorwiegend über Plugins oder darüber, wie man mehr Leser ins Blog bekommt. Wir schreiben eben über Nischenthemen. Und trotzdem haben wir Leserinnen und Leser und auch nicht gerade wenige Kommentare.
Für mich sind deine Erfahrungen weder klein noch unwichtig!
Viele Grüße
Horst
Du hast bestimmt genug Abmahnungsblogeintraege gelesen, um das vorher zu wissen.
Auf der anderen Seite: Wenn ich ein Fuhrunternehmer waere, wuerde ich gerne die Dienste von Leuten in Anspruch nehmen, auf die ich vertrauen kann (sprich, die nicht neu fuer mich arbeiten) und die ich nicht neu einstellen/einarbeiten muss. Ich gehe davon aus, dass die Nebenkosten der Ressourcen (etwas anderes ist dein Mann fuer das Fuhrunternehmen nicht) sinken, wenn nicht zusaetzlich eingestellt werden muss. Wenn also jemand ohne zu murren Ueberstunden macht, dann nehme ich das dankend in Anspruch.
Die Frage ist halt, ob die Anzahl der Ueberstunden rechtmaessig ist, ob die Bezahlung dafuer in Ordnung ist und ob es gesund ist. Wenn Joerg nicht murrt, dann ist es leider seine Schuld – wenn die Arbeitgeber nicht wissen, dass es schon ueber die Kraefte ihrer Mitarbeiter geht, dann sollte das denen gesteckt werden.
Noergeln kannst du soviel du willst. Die grosse Frage (mal als Arbeitgeber gedacht) ist, ob du das die Firma ueber dein »kleines« Blog wissen lassen willst und mit deinem ballistischen Temperament mehr Porzellan zerhaust als rettest oder ob man dort einfach mal Bescheid sagt, wenn Joerg, wie ich meine irgendwo gelesen zu haben, nicht nein sagen kann.
Das Ganze hat mit Rueckgrat recht wenig zu tun, wenn du zu Hause, in deinen vier Waenden oder hier im Blog dich beschwerst. Das hat mit »ich allein, Einzelkaempfer« und so weiter noch weniger zu tun. Hier in deinem Blog hoert man eben nur mit und wenn du eine unvorsichtige Aeusserung tust, dann wird die »Gegenseite« immer genug Geld haben, um dagegen vorzugehen.
Also: Noergeln ja, aber an der richtigen Stelle. Wer hat Joerg den Job vermittelt? Dort nachfragen ob man weiss, wie die Arbeitskraefte eingesetzt werden. Sind die geleisteten Arbeitsstunden im Rahmen des Rechtlichen (ich entsinne mich daran, mal was davon gelesen zu haben, dass sich das bei Fahrern irgendwie verteilen muss)?
Und dabei geht es nicht um dein Empfinden, sondern um die Tatsachen. Ich sehe nach 20 Stunden Arbeit auch fertig aus. Das kommt aber nicht jeden Tag vor.
Blablabla. Beruhige dich und schreib nichts, was man dir spaeter umdrehen kann.
Auf der anderen Seite, ist bei uns einfach nichts zu holen, falls ich abgemahnt werden würde. Außerdem sind meine Angaben nachweisbar.
Ich bin extremst gestresst und wütend, deshalb mache ich eine kleine Pause und schreibe jetzt nicht weiter darüber, sonst würde das wirklich ausarten.
Bei seinen vielen Stunden kommt er auf einen Stundenlohn von ca. 5.60 Euro BRUTTO und genau das und mehr sogar, würde er auch bei einem Verleiher bei einer 40 Stunden Woche verdienen.
Er hat es öfters angesprochen und es wurde ihm immer wieder gesagt, es werde sich bald bessern, wenn neue Leute da sind. Ich habe ihn zumindest endlich wachrütteln können und hoffe, er kann das jetzt auch umsetzen! Sonst drehe ich nämlich durch.
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