Jede Depression wird besser, sofern man sie überlebt †

Schlafmangel macht depressiv

Das sagt zumindest eine Studie der New Yorker Columbia-Universität, die die Schlafgewohnheiten von 15 659 Schülern untersucht hat.

In »Sleep« berichten die Schlafmediziner, dass für Jugendliche, die regelmäßig nach Mitternacht schlafen gehen, die Gefahr, an Depressionen zu erkranken, um 24 Prozent höher ist als bei Jugendlichen, die vor 22.00 Uhr schlafen.(welt.de)

Wie sieht das nun mit Erwachsenen aus?

Allerdings gehen viele Depressive erst spät zu Bett, weil sie ohne Medikamente nicht einschlafen können.

Hoffentlich waren diese Jugendlichen auch »gesund« …

Viele Depressive schlafen auch zu lange. Das kenne ich noch von mir, in schweren depressiven Zeiten habe ich 12 bis 13 Stunden geschlafen. Dann hatte ich Phasen z.B. wo ich heftige Einschlaf-und Durchschlafstörungen hatte, z.B. ausgelöst durch das Antidepressivum Venlafaxin (Handelsname u.a. Trevilor ®)

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drgeldgier, 06.01.2010@14:19 # 1 -

Na ja – kurzer Schlafentzug führt ja bekanntlich zunächst zur Stimmungsaufhellung.
Ganz richtig stellst Du aber in Frage, ob die Untersuchten nicht schon depressiv waren und deshalb so wenig schliefen. …
das Henne-Ei-Problem

psychoMUELL, 06.01.2010@14:21 # 2 -

drgeldgier: kurzer Schlafentzug führt ja bekanntlich zunächst zur Stimmungsaufhellung.

Nein, bei mir leider auch nicht. Ich hatte davon nur sehr schlechte Laune. ;-)

Medizynicus, 06.01.2010@20:54 # 3 -

Am Morgen nach einem mehr oder weniger schlaflosen Nachtdienst bin ich oft euphorisch drauf – zumindest so lange, bis mir dann wirklich die Augen zufallen.
Ist gezielter Schlafentzug nicht auch eine Behandlungsform für Depressionen? Ich meine mal so etwas gelesen zu haben.

psychoMUELL, 07.01.2010@04:53 # 4 -

Medizynicus: Ist gezielter Schlafentzug nicht auch eine Behandlungsform für Depressionen?

Ja, habe ich auf der Depressions-Fachstation mehrmals mitgemacht. Ich kann mich noch an meine Zeiten als Bäckerin erinnern, da hatte ich auch oft »Nachtdienst« und kenne das so ähnlich.

Aber arbeiten und Schlafentzug in einer Klinik ist für mich ein entscheidender Unterschied, das erste funktioniert, das zweite machte nur schlechte Laune – bei mir.

— Solveig, 07.01.2010@16:29 # 5 -

Ich bin schon immer spät schlafen gegangen. Obwohl ich väterlicherseits aus einer klassischen Lerchen-Familie stamme, der selbst bei Familienfeiern allerspätestens um 22:00 die Augen zufielen, kann ich frühestens um 23:00 ans schlafengehen denken. 2:00 oder später ist für mich aber auch kein Problem, selbst wenn ich früh raus muß… Besonders kraß war es in einer Mobbingphase von fast acht Monaten, als ich wochenlang höchstens zwei bis vier Stunden geschlafen habe. Dann hatte ich wenigstens keine Albträume…

Als EM-Renterin versuche ich meinem Mann zuliebe, vor Mitternacht schlafen zu gehen. Wenn ich vormittags keinen Termin habe, klingelt mein Wecker aber erst um 11:00… Mein Mann muß spätestens um 8:00 raus, und ich drehe mich dann wieder um.

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