Jede Depression wird besser, sofern man sie überlebt †

Welche Schweinegrippe Impfstoffe gibt es?

Derzeit gibt es in Europa vier Musterimpfstoffe (Focetria von Novartis, Pandemrix von GlaxoSmithKline, Celvapan von Baxter, Panenza von Sanofi-Pasteur), die aber in der Praxis noch nicht erprobt wurden. Die Impfstoffe wurden für das Vogelgrippevirus H5N1 entwickelt. Damit sie gegen das Schweinegrippevirus eingesetzt werden können, werden die Vogelgrippeviren durch die neuen H1N1-Viren ersetzt. Da die Zusammensetzung im Übrigen gleich bleibt, kann die Europäische Arzneimittelbehörde diese Impfstoffe wesentlich schneller zulassen. Von den zugelassenen Impfstoffen sind bislang nur Pandemrix und Celvapan in Deutschland erhältlich. Panenza ist in Deutschland bislang nicht erhältlich.

Ein weiterer Impfstoff der Firma Novartis (Celtura) steht derzeit noch vor der Zulassung. Er soll nicht über die Europäische Arzneimittelbehörde, sondern national im Rahmen eines beschleunigten Verfahrens durch das Paul-Ehrlich-Institut zugelassen werden. Dieser Impfstoff wird nicht – wie üblich – mithilfe von Hühnereiern, sondern auf der Basis von Zellkulturen entwickelt.

Pandemrix® von GlaxoSmithKline: Bei der Entwicklung der Impfstoffe hat sich gezeigt, dass die üblichen Herstellungsverfahren deutlich weniger Antigen ergeben als bei der Produktion des saisonalen Impfstoffes. Um schneller größere Mengen an Impfdosen herstellen zu können, hat GSK dem Impfstoff die Adjuvans AS03 beigemischt, die die Wirkung des Serums (Immunantwort) verstärkt. So kann die Menge des eigentlichen Impfserums pro Impfung um die Hälfte reduziert werden. Allerdings macht die Adjuvans 85% der Kosten einer Impfdosis aus; nur 15 Prozent der Kosten entstehen durch das Antigen selbst. Damit ist ein adjuvantierter Impfstoff doppelt so teuer wie ein nicht-adjuvantierter Impfstoff. Das Paul-Ehrlich-Institut gibt an, dass von diesen Adjuvans keine Gefahren ausgehen. Umfassende Studien gibt es mit diesem Impfstoff bislang allerdings nicht. Insbesondere bei Kindern hat sich mittlerweile gezeigt, dass die Wirkstoffverstärker auch zu einer Verstärkung der Nebenwirkungen führen kann. Pandemrix enthält zur besseren Haltbarkeit zudem die Quecksilberverbindung (Thiomersal), die mittlerweile zumindest im Impfstoffen für Kinder nicht mehr verwandt wird.

Celvapan® von Baxter: Celvapan enthält keine Adjuvans, dafür aber sog. Ganzvirus-Vakzine, die im Gegensatz zu den mittlerweile oft verwandten Split-Vakzinen stärkere Nebenwirkungen hervorrufen können. Zudem wird der Impfstoff Celvapan auf Zellkulturen tierischer Herkunft gezüchtet.

Celtura® von Novartis (zugelassen): In der Presse wurden Vorwürfe geäußert, Celtura könne möglicherweise krebserregend sein. Hintergrund ist, dass der Impfstoff auf permanent wachsenden Nierenzellen von Hunden (sog. MDCK-Zellen) gezüchtet wird. Diese Zellen haben in Tierversuchen Krebs ausgelöst, wenn sie Mäusen injiziert wurden. Bislang ist nicht erforscht, ob die Zellen auch bei Menschen krebsauslösend wirken, wenn sie in den Impfstoff geraten. Das Risiko einer Verunreinigung wurde vom Paul-Ehrlich-Institut allerdings zurückgewiesen.

Der einzige Impfstoff, der weder adjuvantiert noch Ganzvirus-Vakzin ist, ist Panenza® von Sanofi-Pasteur. Dieser Impfstoff ist in Deutschland bislang nicht erhältlich. (Quelle: gruene-mv.de)

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