Jede Depression wird besser, sofern man sie überlebt †
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Demenzkranke müssen Neuroleptika schlucken
Immer mehr Demenzkranke müssen Neuroleptika schlucken, obwohl sie gravierende Nebenwirkungen haben können.
Sie verkürzen das Leben und werden trotzdem immer häufiger verschrieben: Nervendämpfungsmittel, sogenannte Neuroleptika. Erhöhte Schlaganfallgefahr, Diabetes und Herz-Kreislauf-Probleme sind nur einige der Nebenwirkungen. Normalerweise behandeln Ärzte mit den Neuroleptika Psychosen. Doch auch immer mehr Demenzpatienten müssen sie schlucken. Und Medikamente wie Haldol oder Lithium sind bittere Pillen, vor allem für ältere Menschen.
(Taz)
Das ist doch praktisch, wenn diese Medikamente das Leben verkürzen, spart Pflegekosten! Ist man erst mal alt und pflegebedürftig (hat keine Verwandten) kann man sich sowieso nicht mehr wehren. Tolle Aussichten.
Da wäre doch ein sozial verträgliches gesponsortes Frühableben, die Alternative oder ein Weg zur Lösung des Problems.
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Solche Neuroleptika hätte ich auch bekommen, wenn ich mich den drauf eingelassen hätte Medikamente zu nehmen, was ich aber nicht habe. Ich wusste zwar damals nichts über deren Nebenwirkungen, welche aber nach heutigem Wissen echt derbe und brutal sind, aber mir war wohl klar das diese Medikamente nicht gut für mich sind!
Alt und Pflegebedürftig, gleich sich nicht mehr wehren können. Schöne Beschreibung eines sehr ernsten Themas.
Demenzkranken wird das Zeug wohl hauptsächlich verschrieben um Gewaltausbrüche einzudämmen und sie generell etwas zu beruhigen. Kein schöner Gedanke, sicher. Aber pfleg, als Angehöriger, mal einen schwer Demenzkranken, wenn der aufgrund seiner Erkrankung mal wieder eine agressive Phase hat wird die so oder so schon schwere Aufgabe schier unschaffbar. Und in Pflegeheimen gibt es oft einfach nicht genug Personal um sich hinreichend um die alten Leute zu kümmern.
Und Geld investieren die Kassen und der Staat doch lieber in so sinnvolle Dinge wie die Gesundheitskarte… wie viele Milliarden waren das doch gleich?
Es gibt bestimmt auch leichte Fälle von Demenzkranken, was ist wenn diese eine eigene Meinung haben, diese vertreten und nicht alles mit sich machen lassen wollen? Wo ist die Grenze? Gilt das dann als aggressives Verhalten, welches man mit Pillen ruhig stellen muss?
Bist du dement, kannst du dich nicht mehr wehren …
Schon schräg, der Artikel. Lithium ist übrigens gar kein Neuroleptikum…
Tatsache ist, dass in bestimmten Phasen einer demenziellen Entwicklung psychotische Phänomene (Halluzinationen, wahnhafte Erlebnisverarbeitung) auftreten können, die dann auch eine Indikation zur (vorübergehenden und altersgemäß niedrig dosierten) Behandlung mit Antipsychotika darstellen können.
Dass andererseits Personalmangel in Pflegeheimen durch offlabel-Gabe hoher Neuroleptikadosen »ausgeglichen« wird, ist keine ganz neue Information. Und dass Milliardenumsätze mit dem Vertrieb von Medikamenten gemacht werden, auch nicht.
Hallo ,
Gut ,das ihr mal über Einnahme von Neuroleptiker bei Demenzkranken schreibt . Ich bin mir nicht sicher ,aber ich vermute meinem Freund verabreichen Sie auch Neuroleptker . Finde aber nirgends Fotos von den Tabletten .Kann mir jemand eine Seite sagen wo ich Fotos finde? .
Hallo Kerstin
dein Freund sollte den Arzt fragen, was er für Pillen bekommt. Daraus wird nie ein Geheimnis gemacht! Ab und an findet man mal ein Foto auf Wikipedia, wenn du einen bestimmten Wirkstoff suchst.
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