Jede Depression wird besser, sofern man sie überlebt †
Gute Stimmung
Sich wohl fühlen, sich gut fühlen, gut drauf sein ist immer noch mein Ziel oder ein Empfinden, welches ich benötige, um gut Leben zu können (einfach zu leben), sonst ist es eine Quälerei.
Leider bin ich von diesem Zustand sehr weit entfernt und mittlerweile bin ich schon fast überzeugt davon, dass ich dieses Empfinden nicht erreichen werde. Aus welchen Gründen auch immer, vielleicht weil es einfach bei mir so ist. Bisher wollte oder konnte ich mich nicht wirklich damit abfinden.
Ein depressives Leben ist einfach nicht lebenswert, meist ist es eine Quälerei, von einem Tag zum nächsten. Dann gibt es die Phasen, wo es einige Wochen etwas besser geht, man nicht ganz so negativ drauf ist, sich keine Gedanken macht (machen muss), aber es reicht auch nicht wirklich zum Leben und dann wird es wieder etwas schlechter. Schwankungen im unteren Bereich, auch nicht einfach.
Dann kommt die Frage auf, warum »lebt« man ein solches »Leben«. (Wie lange will man es noch leben oder muss man es leben?) Mit dieser Frage sollte sich ein Depressiver nicht allzu lange beschäftigen, dann geht es noch weiter bergab.
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Oh ja diese Fragestellungen sollte man wirklich nicht länger verfolgen, das kommen dann nämlich nur noch mehr böse Gedanken. Am ende läuft es dann meisten auf Selbstmordgedanken hinaus, allerdings kommt davor erst die Sinnfrage über das Leben, dann der Gedanke zum Selbstmord. Wie bescheuert, man kann sich nicht selber ermorden, sondern nur selber umbringen. Woher also der Begriff Selbstmord kommt..??
Das was du beschreibst erlebe ich fast genau so, eher in Phasen. Also es gibt die Phasen fast ganz ohne Depression wo ich vollkommen überdreht bin und vor Energie fast platze und halt die Phasen mit der Depression. In allen stärken und ausprägungen. :(
Das mit dem sich gut fühlen habe ich mitterlweile ganz gut raus. Man muss es wirklich erst lernen. Die schweren Tage und Momente in seinem Leben, lieben zu lernen. Ganz speziell im Herbst und Winter sind diese Momente immer zu da und warten auf einen, sozusagen.
Es echt schwer das zu lernen wie ich finde, aber wenn man es teilweise schon geschafft hat, diese schweren Zeiten und Momente zu lieben, dann ist man schon etwas weiter. ;)
Wie gesagt, Der weg ist das Ziel , wobei das wirklich das passendste Motto für einen Depressiven darstellt meiner Meinung nach.
PS: Hab was neues auf meinem Depressionsblogger geschrieben…
Wenn du Phasen hast, wo du vollkommen überdreht bist, hört sich das ja fast nach Manie an, vielleicht bist du ja bipolar?
Dauer-Manisch fände ich auch klasse, schaffe ich leider nicht ;-).
Hallo Susanne,
mir kommt es vor, als hättest Du mich beschrieben! Irgendwie ist es nicht wirklich toll, sich gerade mal drei Wochen in anderthalb Jahren normal zu fühlen… Ansonsten schwanke ich, wie Du, im unteren Bereich – trotz Medikamenten und Therapie :-( Ich kann mich weder damit abfinden, noch weiß ich, wie ich da raus kommen soll. Zum Glück(?) sind mit den Medikamenten wenigstens die Suizidgedanken nicht mehr so aufdringlich, aber das war’s auch schon…
Sowas wie Manisch-Depressive, das ist also BiPolar oder wie nun? ;)
Mir ist das im Endeffekt wurscht was genau das ist oder wie das heissen mag, dafür ist mein Therapeut zuständig das zu beurteilen. Zudem ist es ein neuer Therapeut, mit dem ich zudem besser klar kommen als mit den Zwei anderen vorher. Also überlasse ich dem erst mal die Beurteilung, für mich ist nur wichtig, das ich später weiss wie das alles genau heisst, damit ich das jedem dann aufbeten kann der mich danach fragt. :)
Ich mach mir zu viele Sorgen – über alle möglichen Dinge des Lebens. Berufliche und persönliche. Es gab ganz andere Zeiten.
Ich rede mir ein, dass diese negative Sicht damit zu tun hat, dass ich älter werde und die Dinge nicht mehr so leicht nehme, wie ich das früher mal getan habe.
Ein Wunsch verbindet uns: Ich würde gerne mal wieder ganz unbeschwert und mit guter Stimmung einen Tag beginnen und »durchstehen«. Nur sind die negativen Einflüsse, die durch alle möglichen Faktoren geprägt sind, einfach zu stark.
Ja diese Negativen Eindrücke sind wahrlich nur schwer zu bändigen. Einen Tag mal ganz ohne diese Ängste durchzustehen wenn ich wieder so richtig tief in einer Depression stecke, was wäre echt mal was wert.
Das tolle Wetter trägt den Rest dazu bei, das ich mich auch ohne Depression total beschissen fühle…
Aber ein Bisschen von jedem vielleicht? Wenn’s nur der Neurotransmitterstoffwechsel wäre, würden es ja wohl zumindest IRGENDwelche Tabletten auch tun, oder? Ich meins ja nur gut, bin selbst depressionsgeplagt, und wollte ein Bisschen anderes Input dazusteuern!
LG und Frohes Neues Jahr an alle
Martina
Ich wollte Dich nicht anmachen.
Aber ich habe eben große Zweifel, daß irgend ein Glaube etwas bringt. Ich bin Atheist. Und mir bekommt das sehr gut.
Naja, und außerdem kann man ja nicht so einfach beschließen: “Jetzt werde ich Buddhist!”, Glaube läßt sich ja nicht einfach so beschließen.
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