Jede Depression wird besser, sofern man sie überlebt †

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24. Jan
2011

Erhöhung von Antidepressiva, erneute Nebenwirkungen

Ich habe mein Antidepressivum Cipralex® auf 30 mg erhöht.
(4 Tage habe ich 25 mg genommen und dann 30 mg, Einnahme weiterhin abends.)

Die Nebenwirkungen waren ähnlich, aber nicht gleich.

Ich war die letzte Woche tagsüber sehr müde und fühlte mich wie gerädert, kam morgens sehr schlecht aus dem Bett.

Leichte Sehstörungen (gestörte Anpassung an Nah-und Weitsehen) und ich fühlte mich etwas verlangsamt. Tagsüber hatte ich die ersten Tage Kopfschmerzen, welche dann nachließen zu eine Art »Kopfdruck«.

14. Jan
2011

30 mg Cipralex® (Wirkstoff: Escitalopram)

Ab heute Abend nehme ich für einige Tage 25 mg Cipralex® und dann 30 mg Cipralex® , mein Doc meinte, ich könne es mal 2 Monate versuchen und dann weiß ich, ob mir 10 mg noch etwas mehr bringen.

An Nebenwirkungen habe ich nur noch

  • leichter Juckreiz (ich vermute so eine Art »Nesselsucht«, wenn ich mich dann kratze, habe ich direkt so »Quallen«, die erst nach ca. 40 Minuten wieder weg sind.
  • ab und zu mal Schwindel, wenn ich schnell die Position wechsle.
  • Libido funktioniert ab und an wieder
  • ab und an mal Kopfschmerzen, dann nehme ich eine Paracetamol.
  • Gewichtszunahme?, werde ich beobachten. Momentan wiege ich mich nicht ;-)
12. Jan
2011

Verschätzt ...

Am Montag war ich beim Therapiegespräch (60 Minuten) und die Therapeutin meinte anschließend noch, wenn mir das zu heftig war, solle ich ihr das beim nächsten Mal mitteilen.

Ich war mir sicher, das ich momentan – dank Cipralex® – stabil bin und sagte ihr das auch, das ich nicht glaube, dass mir das was ausmache …

Gegen Abend, wusste ich, das ich mich verschätzt habe.

Ich konnte früher immer über meine Jugend/Eltern etc. reden, allerdings fehlte mir die emotionale Verbindung dazu.

Es war früher so als ob ich übers Wetter redete.

In mir kamen wieder einige Bilder und Gedanken hoch, die mir einige Tränen kosteten. Ich schlief sehr schlecht.

Ich weiß, dass das zugehörige Gefühl Trauer ist, ich kann oder will es aber nicht spüren, es fällt mir auch schwer, es sehr deutlich zu spüren. Es fühlt sich schwach an und ich will mich so nicht fühlen.

Das ist wohl das Gefühl, was ich jahrelang sehr erfolgreich verdrängt habe und dies immer noch versuche, obwohl es nicht mehr funktioniert.

Im Gespräch ging es darum, wie meine Eltern mit mir umgegangen sind, Austausch von Zärtlichkeiten etc., wie Eltern zeigen, dass ihr ihr Kind lieben).

Ich hätte immer noch wesentliche Fragen an meine verstorbenen Eltern, die ich aber erstens nie mehr stellen könnte und zweitens, vermutlich nie wirklich beantwortet bekommen hätte.

Mir fiel dann auch wieder ein (habe ich vergessen oder verdrängt), dass ich kurz nach dem Tod meiner Mutter (einige Tage vor meinem 19. Geburtstag), auch lieber tot gewesen wäre.

31. Dez
2010

Mein depressiver Jahresrückblick 2010

Ja, mir geht es gegen Ende des Jahres 2010 durch Cipralex® etwas besser.

Endlich, das hat ja leider auch einige lange Jahre gedauert!

Dieses Jahr hatte ich meine ersten zwei Unfälle mit Katzen ;-), einmal musste der Ohrlappen genäht werden und das andere Mal wurde ich in den Finger gebissen – immer am Ende des Jahres.

Ich traue mich wieder und habe mir einige günstige Ohrstecker bestellt, Ohrlappen kann man ja gut reparieren lassen ;-).

Im September habe ich endlich meine befr. EM-Rente verlängert bekommen, was war das stressig!

Alle anderen Artikel findet man im Archiv (Jahresrückblick 2009).

Dem Ehemann, der als LKW-Fahrer in einer Spedition arbeitet, wünsche ich deutlich mehr Freizeit oder einen anderen Arbeitgeber! Das einzige was an dieser Spedition bisher gut ist, ist das der geringe Lohn immer am 30. des Monats pünktlich auf dem Konto ist.

Auf »Gute« Vorsätze verzichte ich, so »weit« kann ich nicht planen.

Ich gehe weiterhin einmal im Quartal zu meinem Psychiater und alle 2 bis 3 Wochen zur Psychotherapeutin in die Institutsambulanz.

Wer mich etwas fragen möchte – bitte einfach machen.

Ich wünsche meinen LeserInnen ein schönes 2011

28. Dez
2010

Mit Cipralex (Escitalopram) geht es mir etwas besser

Seit Samstag (21.August 2010) nehme ich das Antidepressivum Cipralex® (Wirkstoff: Escitalopram). Mittlerweile 20 mg abends mit nachlassenden Nebenwirkungen.

Mittlerweile fühle ich mich etwas besser.

Ich fühle mich im Gegensatz zu anderen Antidepressiva/Medikamenten durch Cipralex® nicht benebelt, bemerke es eigentlich gar nicht.

Allerdings weiß ich, dass die leichte positive Wirkung nur auf Cipralex® beruht (was mich irgendwie schon etwas stört). Meine Lebensumstände haben sich nicht geändert.

Ich bin etwas entspannter, umgänglicher (sagt der Ehemann) und rege mich langsamer auf.

Einkaufen, Haushalt – solche Aktivitäten fallen mir leichter.

Shoppen und Geldausgeben fängt an, mir Spaß zu machen. (Böse, muss ich drauf aufpassen).

Ich verspüre ein zartes Gefühl der Freude, wenn der Ehemann bald nach Hause kommt, wir gehen einmal in der Woche (Wochenende) zusammen essen.

Mein Schlafverhalten ist weiterhin abenteuerlich, ich schlafe früh ein, werde aber durch Kater Adonis zweimal in der Nacht geweckt. (Psycho-Kater) Oder der Ehemann fährt nachts zur Arbeit bzw. kommt dann nach Hause.

Ich überlege, ob ich im Januar versuchen sollte, Cipralex® auf 25 mg oder 30 mg zu erhöhen oder aber ein anderes Antidepressivum hinzuzunehmen.

Meine »Unlust« auf reale Kontakte bleibt weiterhin bestehen, mir ist noch nicht bewusst geworden, woran das liegen könnte.

Übrigens, seit 2006, die erste Besserung.
Mal sehen, wohin mich das führt …

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