Jede Depression wird besser, sofern man sie überlebt †

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Wie bin ich zu meiner Eu-Rente gekommen?

Heute heißt es Erwerbsminderungs-Rente.
Ende 2003 bemerkte ich, dass sich mein Befinden verschlechterte.

Meine Symptome der Depression

Mein Antrieb ließ nach, mir fiel es immer schwerer, mich für die unterschiedlichsten Tätigkeiten zu aktivieren. Interessensverlust und sozialer Rückzug: Ich ging nicht mehr ans Telefon, machte keine Post mehr auf, schaffte kaum noch meinen Haushalt. Negative Gedanken stellten sich ein und ich begann über mein Leben zu grübeln, was ich alles falsch gemacht habe, was ich nicht gemacht habe, warum ich überhaupt am Leben bin …
Konzentrationsprobleme, Gleichgültigkeit und Müdigkeit, ich konnte problemlos bis zu 12 Stunden schlafen. Ich fühlte mich wie tot, hatte keine Perspektive. Ich war auch nicht fähig, eine Entscheidung zu treffen. Banale Dinge wie, soll ich jetzt ein Eis essen oder ein Fischbrötchen, konnte ich nicht entscheiden. Lebensunlust stellte sich ein…, ich fühlte mich überflüssig.

Es folgte das »Komplett-Paket« Psychiater, Krankschreibung, MDK

Ich suchte einen Psychiater auf, wurde für arbeitsunfähig erklärt und bekam Antidepressiva, die bei mir außer verschiedener Nebenwirkungen leider nicht wirkten.

Nach einigen Wochen musste ich zum MDK(=Medizinische Dienst der Krankenkassen).
Ich musste zweimal zum Medizinischen Dienst der Krankenkasse (MDK).
Beim ersten Mal dauerte das Gespräch nur wenige Minuten und mir wurde mitgeteilt, ich sei 6 Stunden arbeitsfähig.

Ich habe dann einen formlosen Widerspruch eingelegt und mein Psychiater war so nett und hat diesen medizinisch begründet.

Der Widerspruch kam dann nach einigen Wochen ohne Probleme durch.

Beim meinem zweiten MDK-Termin habe ich vorab ein Attest von meinem Arzt mitgenommen und dieses Gespräch dauerte diesmal ca 20–25 Minuten und ich war doch tatsächlich krank!

Diagnose:
Rezidivierende (wiederholte) depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ( F33.2)
Diesen Code findet man auch im Arztbrief, auf einer Überweisung und auf der AU-Bescheinigung für die Krankenkasse.

Was bedeutet die Diagnose F.xx.x?

Das von der Weltgesundheitsorganisation herausgegebene ICD-10 (= Internationale Klassifikation der Krankheiten) wird weltweit als Diagnoseklassifikation eingesetzt. Was das im einzelnen bedeutet, kann man bei DIMDI nachlesen:

Beispiel: F33.2:
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome
Eine Störung, die durch wiederholte depressive Episoden gekennzeichnet ist, wobei die gegenwärtige Episode schwer ist, ohne psychotische Symptome (siehe F32.2) und ohne Manie in der Anamnese

Einteilung der Depression erfolgt nach Art und Anzahl der Symptome, dem Verlauf, dem Vorliegen anderer Probleme.

Nach einigen Monaten ist mir dann geraten worden, eine befristete EU-Rente zu beantragen.

Erwerbsminderungsrente

Zuständig ist die deutsche Rentenversicherung.
Die Rente wegen Erwerbsminderung wird in Abhängigkeit von der ärztlich festgestellten Leistungsfähigkeit als Rente wegen teilweiser oder voller Erwerbsminderung gezahlt.

Teilweise erwerbsgemindert ist, wer wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit zwischen drei bis unter sechs Stunden täglich im Rahmen einer 5-Tage-Woche erwerbstätig sein kann.

Voll erwerbsgemindert ist, wer wegen Krankheit oder Behinderung nur noch weniger als drei Stunden täglich arbeiten kann. Weitere Voraussetzungen für die EU-Rente.

Wie kam es zu meinem erneuten Absturz?

Ich hatte einen Job in einem (für Depressive) belastenden Umfeld, was mir aber nicht auffiel, da mir der Job scheinbar Spaß machte, private Probleme mit dem Ehepartner, der selber krank war. Somit haben wir uns gegenseitig »wunderbar« heruntergezogen …, natürlich nicht absichtlich!

Meine EM-Rente ist befristet und muss gegebenenfalls verlängert werden…
Da ich auch einige Jahre studiert habe, ist sie auch nicht besonders hoch, so ist es sehr hilfreich, wenn man nicht alleine lebt und von seinem Partner finanziell unterstützt wird.

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Schreibe einen Kommentar [114] Kommentar-Feed für diesen Artikel

— milko, 04.06.2007@02:44 # 1 -
Interessant. Aber Du hast mitten im Text aufgehört zu erzählen:
...man nicht alleine lebt.
Hört bzw. Liest sich zumindest so an. Erzähl mal bitte weiter, wenn du möchtest.
hey - mein Kaktus ist ja auch wieder da! Gutes Zeichen :klatschen:
psychoMUELL, 04.06.2007@02:56 # 2 -
oh, sollte es nicht (hab etwas ergänzt), aber ganz davon abgesehen, es kommen ja bald noch einige Artikel...
Wer noch Fragen hat oder etwas wissen möchte, einfach melden
Rene Kriest@Depressionsblog.com, 06.06.2007@07:25 # 3 -
Hallo liebe Susa! :)

Danke für den Artikel.

Hattest Du Deinen Psychiater um die (dauerhafte) Krankschreibung gebeten und wie geht man das Thema "Arbeitsunfähigkeit" überhaupt an?

Hast Du ihn diesbezüglich drum gebeten und falls ja, wie war seine Reaktion?

Depression ist einfach Müll. Noch mülliger wird es aber, wenn man in die Tagesstruktur der "Gesunden" eingefügt werden soll. Ich kann auch acht Stunden arbeiten, aber eher so auf eine oder auch zwei Wochen verteilt.
Ganz liebe Grüße, liebe Susa, und weiter so mit Deinem Blog. I love it! :)
psychoMUELL, 06.06.2007@17:04 # 4 -
Hallo Rene,
nein, ich habe meinen Psychiater nicht um eine (dauerhafte) Krankschreibung gebeten.

Ich weiß selber, wann ich arbeiten kann und wann nicht, das hat mir wohl auch der Doc geglaubt.

Vermutlich war mein Verhalten/Befinden/Gespräche ausschlaggebend und auch meine Vorgeschichte.
Dennis, 07.06.2007@11:49 # 5 -
Dieser Artikel ist sehr Interesant. Für mich ist Arbeit ein Hauptbestandteil meines Lebens. Man kann aber froh sein das es sowas wie die EU Rente gibt. :klatschen:
psychoMUELL, 07.06.2007@16:27 # 6 -
Hallo Dennis,
bis vor ca. 8 bis 10 Jahren war ich auch ein "Arbeitstier", ohne Arbeit konnte ich nicht existieren. Freie Tage brauchte ich nicht, Überstunden machte ich gerne (6 Tage je 12 Stunden)..., dann ging es langsam und schleichend abwärts.
— Marion, 03.07.2007@03:15 # 7 -
Bin durch Zufall auf deine Seiten gestossen, echt interessant für mich, da ich seit ca. 15 Jahren in Dauerbehandlung bin, deinen geschilderten Tagesablauf in der Depri-Phase bis zum Erbrechen kenne, zufällig auch Lamotrigin und ab morgen wahrscheinlich auch wieder Fluoxetin nehme (befinde mich seit einem halben Jahr in der "Umstellungsphase"), und im Moment der Antrag auf eine Teilerwerbsunfähigkeit läuft. Erst habe ich mich etwas schwergetan mich an den Gedanken zu gewöhnen "Rente" zu beantragen. Dazu kommt ja immer dieser Erklärungsbedarf für Interessierte und Neugierige, die nicht begreifen können , wie man mit 45 Rente kriegen kann. :"Man sieht ihr doch gar bichts an ..!" Kann man ja auch nicht, denn wenns mir sch... geht, verkrieche ich mich ja in meine eigenen graue trostlose Welt. Ich bin Jahrgang 62 und habe 2 Kinder (26 und 21). Ganz schlimm ist für mich, dass ich diese Krankheit meiner Tochter vererbt habe. Durch Theraphien (Kognitive und tiefenpsychologische) musste ich begreifen lernen (hab mich sehr schwer getan einzusehen, daß etwas falsch gelaufen ist ..) was meine Depris (eigentlich bipolar II) verursacht hat. Naja wie das so ist mit fehlender Liebe und Geborgenheit, dazu ständige Suche nach Anerkennung , die aber nicht kommt, Perfektionismus-Streberei, Angst vor Kritik, Selbstbewusstsein Richtung Null (sieht nach außen gaaanz anders aus - aber Schauspielerei habe ich in meiner Familie perfekt gelernt)... Dazu kommen noch Angststörungen und ähnlicher Quatsch. Wie bzw. wann schaffst du es, diese Seiten zu gestalten ? Woher nimmst du die Kraft ? Leider sind bei mir fast alle Energien in puncto Hobbys ö.ä. erloschen.
psychoMUELL, 03.07.2007@03:23 # 8 -
Hallo Marion,
schön, dass du mein Blog gefunden und etwas über dich geschrieben hast.
Wie bzw. wann schaffst du es, diese Seiten zu gestalten ? Woher nimmst du die Kraft ?


Also, mein Blog hält mich irgendwie am Leben. Seit ich Fluoxetin nehme, habe ich wieder etwas Antrieb, das kann man auch daran sehen, das seither meine Artikel mehr und länger geworden sind.

Wenn ich sehr mies drauf bin, dann schreibe ich auch kaum.

Irgendwie hilft mir mein Blog und ich hoffe mal, dass es auch anderen etwas helfen kann. Übrigens, ich bin (leider) auch ein sehr gute Schauspielerin.
— Michael, 13.11.2007@20:29 # 9 -
Danke für diese Infos.
Meine EU- Rente wurde abgelehnt, weiß jetzt nicht mehr weiter.
Habe possttraumatische Belastungsstörung. Zuvor aus Rehakur als krank entlassen, Teilhabe am Arbeitsleben als wenig erfolgsreich abgelehnt. Nun weiß ich nicht mehr weiter!!!
— Simone, 04.01.2008@05:05 # 10 -
Hallo, alle miteinander !
Ich habe auch mal eine Frage.
Werden immer neue Gutachten gemacht bei z.B. einer rentenverlängerung oder reicht es auch wenn man regelmäßig beim Arzt ist ?
Gruß Simone
psychoMUELL, 04.01.2008@16:35 # 11 -
Hallo Simone,
ich musste bei jeder Verlängerung zu dem Gutachter.
— Sunny, 07.01.2008@19:56 # 12 -
Hallo,...
ich habe hier alles sehr interessiert durchgelesen,...
ich leide schon seit jahren unter angst und panikattacken und bin seit einem jahr in behandlung, ich bin als wieder arbeitsfähig aus einer tagesklinik entlassen wurden, ich gehe auch gerne arbeiten aber sobald das ganze 4-6 stunden überschreitet fühle ich mich gestresst, antriebslos und bekomme negative gedanken und das endresultat sind meine attacken,...nun habe ich über eine teilrente nachgedacht,...wem steht sowas zu und wonach berechenen die das und an wen muss ich mich zuerst wenden??
gruß
psychoMUELL, 07.01.2008@22:22 # 13 -
Hallo Sunny
zuerst solltest du mit deinem Psychiater darüber reden. Informieren kannst du dich bei der Deutschen Rentenversicherung, dort findest du auch Beratungsstellen, die dir weiterhelfen können. Dann einfach einen Antrag besorgen und diesen ausfüllen, die Rentenversicherung meldet sich dann bei dir.
— HoKra, 20.01.2008@08:22 # 14 -
Hallo SuMu
ich bin erst seit kurzem im internet.Finde Deine Seite sehr gut und würde gerne über mich berichten.Leider stecke ich im Moment in einer schweren Phase.Ich bin 34 und beziehe seit fast zwei Jahren volle Erwerbsminderungsrente. Ich suche im Moment einfach nur jemanden der mir zuhört.
Gruß Holger
psychoMUELL, 20.01.2008@17:57 # 15 -
Hallo Hokra,
lass dir ruhig Zeit, ich würde mich freuen, von dir zu hören.
— Michaela, 21.01.2008@06:52 # 16 -
Wollte mal Fragen wo muß man die EU-Rente beantragen. Bin seit September 07 an Eierstockkrebs erkrankt. Kann durch die Krankheit erstmal nicht voll wieder Arbeiten gehen. Daher würde ich gerne EU-Rente Beantragen. Bin jetzt 35 Jahre alt.
psychoMUELL, 21.01.2008@16:35 # 17 -
Hallo Michaela,
Eine Rente kannst du beim Rentenversicherungsträger beantragen.
— Hummelchen, 22.01.2008@03:24 # 18 -
Hallo SuMU
deine Seite ist sehr hilfreich für mich, da ich auch seid 2001 unter Depries leide. Mir erging es genau so wie dir. Habe auch heute noch solche Anzeichen wie lustlos, antriebslos und schwere Vorwürfe nicht alles im Leben gegeben zu haben. Auch ich wollte immer alles perfekt machen und bekam auch keine Anerkennung meiner Arbeit. Hinzu kam, das ich 1995 meine 15 jährige Tochter verlor und seitdem mir immer Vorwürfe mache ihr nicht alles gegeben zu haben.Leider erkrankte ich 2001 auch noch an Brustkrebs. Ja wie soll man da auch noch wieder neuen Lebensmut finden. Inzwischen bekomme ich immer noch EU Rente und muss alle 2 Jahre neu beantragen. Bei meinen letzten Antrag auf Verlängerung musste ich nicht mehr Vorstellig werden. Warum lässt man uns einfach nicht in Ruhe ...
psychoMUELL, 22.01.2008@04:07 # 19 -
Hallo Hummelchen,
schön, dass Dir meine Seiten gefallen!

Warum läßt man uns einfach nicht in Ruhe?

Vermutlich möchte der Rentenversicherungsträger am Liebsten nicht zahlen ... Junge Rentner sind eben teuer, vor allem dann, wenn sie noch lange leben.
Depressive können aber nur überleben und nicht leben!
— Michaela, 22.01.2008@05:00 # 20 -
Hallo

An alle habe auch mit den Renten Träger LVA Ärger haben im Dezeber Kur/Reha beantragt Für die ganze Famiele.Da wir noch zimlich Jung sind,hat es die Hausärztin es so veranlast das die ganze Famiele wider zur ruhe kommt.Die LVA sied es nicht ein das die Kinder auch behandlungs bedürftig sind unsere Kinder sind 5 und 10 Jahre alt.Jetzt gehen wir ohne unsern Vater/Mann in Kur /Reha.Damit ich wieder ab März wieder zwei Tagein der Woche Arbeiten kann.Der Sachbearbeiter Stellt sich uns gegen über Stur geht nicht auf den Widerspruch und auf Arzt berichte von mir und unsere Kinder nicht ein,werde einiges von der Klinik aus veranlasen sprich EU-Rente und Betreuung für die Kinder in der zeit wo wir dort zur Erholung sind.
Eure Seite Hilft mir ziemlich weiter das es anderen Betroffene auch zum Teil nicht anderst geht wie uns. Es ist zum Haareausreisen mit den Behörden sie meine sie müssten es aus eigener Tasche Zahlen müssten.
— Andrea Rosenthal, 25.01.2008@00:32 # 21 -
hallo Su Mu
vielen dank für die vielen informationen, und überhaupt das es so etwas zu lesen gibt.
obwohl ich in berlin lebe denke ich immer ich bin alleine auf der welt mit meinen ängsten ich bin seit einem jahr krankgeschrieben und gerade wieder sehr schlecht drauf habe angst vor der eu rente und verkrieche mich um nicht jedem erklären zu müssen warum ich nicht arbeiten gehe.die folgen sind allen hier bekannt: vereinsamung ...
meine familie hat mich als nicht ganz dicht abgestempelt und wünscht keinen kontakt.
ich bin 42
ich werde jetzt öfter mal hier reinschauen um zu lesen wie es dir ergangen ist
lg und vielleicht ein paar tipps für mich andrea
psychoMUELL, 25.01.2008@00:38 # 22 -
Hallo Andrea,

wenn du Fragen hast, dann frag mich einfach. Einiges findest du ja auch schon hier im Blog.
— Daniela, 20.02.2008@22:49 # 23 -
Hallo SuMu
Durch Zufall bin ich auf diese Seite gestoßen, den eigentlich war ich auf der Suche nach meiner Frage (wenn ich wieder in die Reha gehe, wird dann weiterhin die EU gezahlt oder solange eingestellt ?) Vielleicht weißt du das ja ? Ich bin knappe 35 Jahre alt und bekomme EU seit Ende 2003.

Auch ich kann nur bestätigen das man sich oft blöd vorkommt wenn man Argumente hört wie das sieht man ja gar nicht so schlimm kann es gar nicht sein. (Und ich wünsche es mir selber so oft ) Und jedesmal wenn ich denke jetzt wird es besser. Bekomme ich ein Nackenschlag.

Ich habe mit meinen Rückenprobleme, hatte vor Jahren ein Morbus Sudeck im Arm, leider ist er auch heute noch leicht vorhanden. Dann seit einer Bauchspiegelung letztes Jahr ist ein Teil meines Oberschenkels wie Taub, oft schmerzt es und krampft. Dazu kommt viel Vergangenheit (dunkle) Posttraumatische Belastungsstörung, Depressionen. Und nun auch noch Epilepsie.

Ich finde es schön, so eine Seite gefunden zu haben denn dann fühle ich mich nicht mehr so allein obwohl ich einen lieben Mann und 3 wundervolle Kinder habe, geht es mir oft sehr sehr schlecht.
psychoMUELL, 21.02.2008@04:08 # 24 -
Hallo Daniela,
es stellt sich die Frage, ob man als Rentner überhaupt eine Reha bewilligt bekommt, damit habe ich selber keine Erfahrungen.

Ich würde einfach mal beim Rentenversicherungsträger nachfragen, ob überhaupt diese Möglichkeit besteht. Aber für mich wäre es klar, dass man so lange dann weiterhin die Rente erhält ...

Vielleicht gehst du erst mal auf eine Depressions-Fachstation, die haben dort Sozialarbeiter/Arbeitstherapeuten, die auch beraten und ggf. eine Reha beantragen.
— Daniela, 21.02.2008@05:09 # 25 -
Hallo SuMu
Oh ich hatte mich falsch ausgedrückt, ich meinte eine Psychosomatische Klinik, dort war ich damals auch zur Kur.
Danke aber für deine rasche Antwort
— Kerstin, 26.02.2008@08:27 # 26 -
Hallo Ihr,ich habe heute meinen ersten EU Antrag auf Probe gestellt (ich bin erst 43), weil ich null Ahnung habe, was die Zukunft so bringt.Ich bin wohl krank aber ich schreie nicht vor Schmerzen,aber wer will das in Prozente bringen. Die Beamten ?Es ist schon merkwürdig von "Krankenschwester" zu "krank" zu wandern. Die Ärzte sind auch sehr zurückhaltend wenn man nicht in die übliche TGL Schablone passt, zumal sie ja auch honorarmäßig verarscht werden und sicher lieber vorgefertigte Berichte schreiben. Bin ähnlich drauf wie ihr, geben ist gut, aber bekommen ist strafbar für den Befürworter. Gruß Kerstin aus Berlin
— Nicky, 30.06.2009@10:51 # 27 -

Hallo, ich habe ein Problem, Ich bekomme befristet Rente wegen voller ERwerbsminderung. Habe keinen Schulabschluß. Ich bekomme die Rente wegen posttraumatischen Belastungsstörungen, Angstzuständen, Konzentrationsschwäche und weiteren Symdomen. Jetzt verlangt meine Psychologin, das ich meinen Schulabschluß nachhole, sonst behandelt sie mich nicht weiter. Ich kann überhaupt nicht klar denken und gehe nicht alleine auf die Straße. Kennt sich jemand aus, ob die das von mir verlangen kann?

psychoMUELL, 30.06.2009@10:56 # 28 -

Hallo Nicky,
sie kann dir Vorschläge machen, ob du sie annimmst, bleibt dir überlassen.
Du hast auch das Recht, dir einen anderen Therapeuten zu suchen.

Aber, was spricht dagegen, es zu versuchen?

— Elke, 02.07.2009@19:56 # 29 -

Hallo Susanne,

auch ich bin zufällig auf deine Seite gestoßen,hab nach Infos über Venlafaxin retard gesucht.
Ich habe einige Jahre Trevilor genommen und wurde nun auf Venlafaxin retard umgestellt,was keine Beschwerden ausgelöst hat.
War nur etwas überrascht,das in der Umhüllung (wie bei Trevilor) eine feste Tablette drin ist.

Ich finde deine Seite sehr interessant und informativ.

Ich leide selber seit 93 an Depressionen.
In Klinikaufenthalten und sehr vielen Gesprächen mit meinem Psychologen habe ich gelernt gut damit zurecht zu kommen.
liebe Grüße,Elke

— Thomas , 02.07.2009@23:07 # 30 -

Hallo Susanne,
bin heute erstmals auf Deiner Seite. Ich bin von Ärzten und von der ARGE nur noch als teilerwerbstätig eingestuft (ich bin 55), habe zur Zeit einen Job, der mir sehr viel Spaß macht. Allerdings in letzter Zeit bin ich immer unkonzentrierter und schnell erschöpft. Da ich vor- und nachmittags (unter 6 Stunden täglich) arbeite, ist es für mich wie ein Ganztagsjob. Ich leide an Depressionen, habe eine einjährige Therapie wegen Panikattacken hinter mir und bin außerdem trockener Alkoholiker. Ich will einen Antrag auf EU-Rente stellen, da ich einfach total fertig bin und arbeitsmäßig schon einige unkonzentriert bedingte Fehler gemacht habe. Meine Ehefrau leidet an einer Psychose und ist derzeit in stationärer Behandlung. Wir helfen uns gegenseitig beim Bewältigen unserer Probleme, das schweißt uns noch mehr zusammen. Ich nehme derzeit Fluoxetin beta und Doxipin, außerdem muß ich noch Tabletten gegen Cholesterin und ein hochdosiertes Asthmaspray einnehmen.
Mich belastet zusätzlich eine schwere Straftat, die ich im Vollrausch begangen habe und die immer wieder in schweren Träumen zutage tritt. Deshalb habe schon einen 3 1/2 jährigen Aufenthalt in der forensischen Psychiatrie hinter mir. Also alles in Allem ein großes Paket, das, als Ganzes betrachtet, mir doch erhebliche Einschränkungen in der Lebensqualität bereitet. Da ich nicht jünger werde, versuche ich noch rechtzeitig die Reißleine zu ziehen, um den Absprung in einen besser zu bewältigenden Alltag zu schaffen. Vielleicht klappt das ja mit der EU-Rente.

Erstmal viele liebe Grüße, Thomas

psychoMUELL, 03.07.2009@06:03 # 31 -

Hallo Elke
ich hatte damals noch diese Kügelchen in Trevilor Retard, sicherlich gibt es mittlerweile auch neuere Formen.

Ich bin auch chronisch depressiv und denke, dass ich mittlerweile zum grössten Teil auch damit umgehen kann. Dennoch habe ich immer noch den Wunsch, einfach mal nur »gut drauf« zu sein!

Hallo Thomas,
da musst du ja auch eine Menge mit dir herumschleppen!
Ein Schwerbehindertenausweis, könnte dich deiner Rente auch etwas näher bringen. Soll offiziell keinen Einfluss auf die Rente haben, aber es wird immer danach gefragt!

— Thomas , 03.07.2009@10:12 # 32 -

Liebe Susanne,
ich habe den Ausweis beantragt, allerdings sind mir nur 30% zugestanden worden, trotz eines Einspruchs! Aber danke für Deinen Tip, werde es nochmals versuchen! Übrigens, ich finde es toll, daß man sich bei Dir so austauschen kann, habe meiner Frau schon davon berichtet.
Übrigens, im Augenblick bin ich nicht in der Lage, meinen Haushalt zu bewältigen, das ganze Leben fällt mir immer schwerer!
Liebe Grüße
Thomas

psychoMUELL, 03.07.2009@10:16 # 33 -

Hallo Thomas,

Wenn sich deine Krankengeschichte verschlimmert (Nachweis durch den behandelnden Arzt, Klinik), kannst du auch einen Verschlimmerungsantrag stellen!

Ich würde es vor der Rente, vielleicht erst mit einer Tagesklinik oder Reha versuchen. Arbeit ist wichtig, auch wegen der sozialen Kontakte.

Mit meinem heutigen Wissen und Depressions-Erfahrung, würde ich keine Rente mehr beantragen. Denn wenn du sie einmal hat und es geht dir irgendwann etwas besser, kommst du schlecht bis gar nicht mehr an einen guten Job.

— Elke, 03.07.2009@15:24 # 34 -

Hallo Susanne,

da muß ich dir Recht geben!Den Wunsch einfach mal »gut drauf« zu sein hab ich auch.Obwohl ich jetzt gut mit meinen Depressionen umgehen kann,gib es solche Momente leider viel zu selten.
Ich hab zusätzlich noch chronische Rückenschmerzen,die mir Probleme machen.
Mein Schmerzarzt hat mir nun zu Ibubeta noch Tilicomp beta verordnet,hoffe mal das die gut anschlagen und sich meine Lebensqualität dadurch bessert.

Ich hatte beim Trevilor auch diese Kügelchen drin,beim Venlafaxin sind es 3 feste Tablette.

Danke für deine schnelle Antwort!

liebe Grüße,Elke

psychoMUELL, 03.07.2009@15:39 # 35 -

Hallo Elke,
ich hatte 2008 auch einen leichten Bandscheibenvorfall (HWS), der zum Glück mit 10 Infusionen bis jetzt zumindest wieder soweit in Ordnung kam. Im Mai 2009 habe ich eine Schulter-OP gehabt (Impingement-Syndrom), so lange ich immer am Arbeiten war, hatte ich nie solche Probleme.

— Elke, 03.07.2009@17:43 # 36 -

Hallo Susanne,
da hast du ja auch schon einiges durchgemacht.
Ich hatte auch keine Probleme als ich noch arbeiten gegangen bin.
92 wurde ich arbeitslos und hab trotz Bemühungen keine Arbeit mehr gefunden.Mich wollte keiner haben,weil ich da schon durch 2 Arbeitsunfälle 50% Körperschaden hatte.
Na ja,wie es dann weiter ging,kannst du dir sicher vorstellen.

Ich wünsche dir ein schönes Wochenende

— Solveig, 03.07.2009@20:38 # 37 -

Hallo Susanne,

es ist nicht richtig, daß man für die EU-Rente schwerbehindert sein muß! Ich habe noch nie einen GdB beantragt, obwohl ich wegen einer anderen Erkrankung bereits seit dem Kleinkindalter Anspruch auf 40 – 50% hätte! Ich schätze, daß ich zusammen mit den Depressionen problemlos auf 70% käme…

Die EU-Rente ging bei mir im ersten Anlauf durch, und für die erste Verlängerung mußte ich noch nicht mal zum Gutachter. Ich sehe aber auch nicht, wie ich so arbeiten soll, weil ich die geforderte Leistung nicht bringen und mit Streß nicht umgehen kann. In den letzten Jahren habe ich mehrfach nur knapp geschafft, Suizidgedanken nicht in die Tat umzusetzen.

Viele Grüße

Solveig

psychoMUELL, 04.07.2009@06:06 # 38 -

Liebe Solveig,

ich habe nie behauptet, dass man einen Schwerbehindertenausweis haben muss. Nur mich regt das schon zum Nachdenken an, wenn der Rentenversicherungsträger danach fragt!

Es scheint mir aber so, dass ein Schwerbehindertenausweis »inoffiziell« hilfreich sein kann.

Das ist immerhin ein erneutes Gutachten, wenn man einen Schwerbehindertenausweis hat. Jeder Beamte kann auch im eigenen Ermessen handeln, die haben da durchaus Spielraum.

— Solveig, 07.07.2009@14:08 # 39 -

Hallo Susanne,

Du schriebst: »Soll offiziell keinen Einfluss auf die Rente haben, aber es wird immer danach gefragt!« Wie gesagt, ich habe auch ohne diesen Ausweis problemlos die Rente genehmigt bekommen. Die bereits angesprochene weitere Erkrankung spielte für die Rente keine Rolle, auch wenn ich sie natürlich mit angegeben habe. Der sie behandelnde Facharzt hatte mir ausdrücklich gesagt, daß ich für einen Rentenantrag »zu gesund« sei. Das gilt wohlgemerkt für die Rente, nicht für den GdB! Da würde ich sicher auf 40%, wahrscheinlich sogar auf 50% kommen. Dazu kämen weitere Prozente für die schweren Depressionen. Auch der Rentenversicherung müßte klar sein, daß ich mit diesen Erkrankungen, die beide nachweislich seit Jahrzehnten bestehen, einen Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis hätte!

Viele Grüße

Solveig

psychoMUELL, 07.07.2009@14:14 # 40 -

Hallo Solveig,

ich habe ja nicht gesagt, man muss einen haben. Man kann sicherlich auch ohne einen Schwerbehindertenausweis zu haben, eine Eu-Rente genehmigt bekommen. Es hängt ja viel vom Sachbearbeiter ab. Einige haben Glück und bekommen ihre Rente direkt beim ersten Antrag, andere müssen in den Widerspruch oder sogar klagen.

Ich selber finde es schon irgendwie widersprüchlich, wenn man keinen Schwerbehindertenausweis haben MUSS, aber immer bei Antragstellung danach gefragt wird.

— Solveig, 07.07.2009@14:36 # 41 -

Hallo Susanne,

vielleicht geht es nur darum, welche Behinderungen bereits »behördlich bekannt« sind? Für die Feststellung des GdB wird man schließlich auch gefragt, ob man bereits eine Rente wegen Minderung der Erwerbsfähigkeit bezieht oder beantragt hat…

Viele Grüße

Solveig

psychoMUELL, 07.07.2009@14:43 # 42 -

Hallo Solveig,
für mich hört sich das eher nach »da ist ja dann noch ein Gutachten«, was wir auch mal lesen werden …

— Annette, 16.07.2009@12:20 # 43 -

Hallo Susanne,
ich, 54 J. Angestellte und bis zur Erkrankung vollschichtig erwerbstätig, hatte Anfang des Jahres eine Bauchfellentzündung mit schwerer Sepsis und leide seit dem an posttraumtischer Belastungsstörung. Werde seit ein paar Wochen nun auch psychologisch behandelt. Bin jetzt in der Wiedereingliederung und schaffe es seit 2,5 Monaten nicht, mehr als 3 oder allenfalls 4 Stunden, mehr schlecht als recht, zu arbeiten und bin danach vollkommen fertig. Es ist nicht abzusehen, wann und ob ich je wieder voll belastbar bin. Ich wollte jetzt einen Behindertenausweis beantragen und denke über eine Teilerwerbsminderungsrente (auf Zeit)nach. Gibt es für dieses Procedere noch Tipps und wann ist der richtige Zeitpunkt?

psychoMUELL, 16.07.2009@14:10 # 44 -

Hallo Annette,

wann ist der richtige Zeitpunkt?

Ich würde das Thema mit meinem Arzt besprechen und mich von ihm beraten lassen, hast du schon eine Reha gemacht?

— Volker, 06.08.2009@05:29 # 45 -

Hallo Susanne,

bin durch Informationssuche bezüglich EU Rente auf deinen Blog gestoßen und werde mich in diesem Fragen-Thread gleich einmal einordnen. Ich hoffe, dir geht es soweit gut.

Ich bin über diese Klausel der 5-Jahresfrist gestolpert, die ich nicht so ganz verstehe. Heißt das, dass ich 5 Jahre lang, also am Stück, krankgeschrieben /erwerbsgemindert bzw. -unfähig sein muss? Weil dies auch als Wartezeit bezweichnet wurde.

Freue mich über eine schnelle Antwort.

Liebe Grüße
Volker

psychoMUELL, 06.08.2009@07:19 # 46 -

Hallo Volker,
ich verstehe das so, dass du erst nach 5 Jahren Anspruch auf eine EU-Rente hättest.

Also musst du erst mal 5 Jahre einzahlen. So kann ein ganz junger Mensch, der nur 1 Jahr gearbeitet hat und sonst nie Leistungen bezogen hat, eben erst mal keine Rente beantragen.

Alles weitere erfährst du bei deiner Rentenversicherung/Berater.

— Solveig, 07.08.2009@09:49 # 47 -

Hallo Volker,

es gibt noch eine weitere 5-Jahresfrist bei der Erwerbsminderungsrente. Du mußt drei der letzten fünf Jahre rentenversicherungspflichtig gewesen sein, sonst kannst Du keine EM-Rente bekommen! Wenn Du beispielsweise bis 31.12.2005 gearbeitet und dann ein Jahr lang Arbeitslosengeld bekommen hast, danach krankheitsbedingt nicht arbeiten konntest, wegen zu gut gefüllter Konten aber kein Hartz IV bekommen hast – dann hast Du Pech gehabt, wenn Du jetzt einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellst! Denn die Agentur für Arbeit zahlt noch Pflichtbeiträge für Dich bei der Rentenversicherung, aber danach kannst Du Dich nur noch freiwillig versichern! Dein Rentenantrag hätte somit spätestens am 31.12.2008 bei der Rentenversicherung eingehen müssen!

Übrigens: seit 2001 gibt es keine Erwerbsunfähigkeitsrente (und Berufsunfähigkeitsrente) mehr, sondern nur noch die volle oder Teil-Erwerbsminderungsrente.

Viele Grüße

Solveig

— Nadine, 16.08.2009@17:49 # 48 -

Hallo, ich beziehe seit 3 Jahren eine EU-Rente wegen Depressionen. Habe nun einen Verlängerungsantrag gestellt, da die Rente am 31.12.09 ausläuft. Die erste Rente wurde mir für 1 Jahr bewillig, die 2. für 2 Jahre. Weiss jemand, wie die Chancen auf eine Weitergewährung stehen, mein Arzt befürwortet dies.
Viele Grüße
Nadine

psychoMUELL, 17.08.2009@15:06 # 49 -

Hallo Nadine,
vermutlich 50/50. Vielleicht schicken sie dich auch zur Reha, zwecks Überprüfung der Rente.

— Christine Mungenast, 19.08.2009@08:34 # 50 -

Hallo Susanne,
bin auch durch Informationssuche bezüglich ablehnung meiner Teilerwerbsminderungsrente auf deinen Blog gestoßen. Ich habe vor einigen Tagen meinen zweiten negativen Bescheid bekommen von der BfA. Ich leide auch seit mehreren Jaheren an Depressionen und ziemlichen Konzentrationstörungen. War auch schon 2007 für 8 Wochen in Reha die Symtomatik wurde auch dort festgestellt. Es wurden auch Tests durchgeführt wegen den Konzentrationsstörungen beim Gespräch wurde mir auch gesagt , dass ich nicht mehr gut belastbar sei. usw. in der Zeit von 2007 bis jetzt war ich auch immer häufiger Krank und auch in längeren Abschnitten. Ich habe aber einen guten Nervenarzt. Momentan habe ich nicht die Kraft dazu zu kämpfen da ich auch nicht die Unterstützung von meiner Familie bekommen da ich alleinstehend bin. Die Familie meint ich Simuliere. Nicht desto Trotz habe ich eine Termin bei der VDK gemacht um Widerspruch bzw. Klage einzureichen. Den Tipp habe ich schon vor einiger Zeit von meinem Artz bekommen und wurde dadurch auch Mitglied im VDK. Noch zu erwähnen ist, das ich einen Behinderungsgrad habe von 30% den ich jetzt auch noch einmal versuche auf 50 % zu erhöhen und eine Gleichstellung bei Arbeitsamt habe ich auch schon.
Grüße
Christine

psychoMUELL, 19.08.2009@10:24 # 51 -

Hallo Christine,
ich kann nur jedem raten, auf eine Depressions-Fachstation zu gehen.

— Solveig, 19.08.2009@12:30 # 52 -

Hallo Christine,

ich habe vor meinem Rentenantrag mit allen(!) wichtigen Ärzten über den geplanten Rentenantrag gesprochen. Ausschlaggebend für den Rentenantrag waren und sind meine schweren Depressionen, aber ich habe zusätzlich noch andere schwerwiegende chronische Erkrankungen, die für die Rente aber nur insoweit wichtig sind, als sie mich zusätzlich teilweise massiv belasten und so natürlich auch Auswirkungen auf die Depressionen haben. Ein Arzt hatte mir daraufhin Röntgenbilder und Arztbriefe ausgehändigt und mir manchen guten Tip gegeben, ein zweiter ein Attest geschrieben. Entscheidend war aber wahrscheinlich ein unmittelbar vorausgegangener siebenmontiger Aufenthalt in einer psychiatrischen Tagesklinik mit entsprechendem Abschlußbericht, der auch Passagen zu meiner Arbeitsfähigkeit enthielt. Zusätzlich brachte ich Fotos meiner Wohnung mit, die deutlich dokumentierten, daß ich den Haushalt nicht mehr auf die Reihe bekomme.

Vor dem Verlängerungsantrag in diesem Jahr war ich erneut für sieben Wochen in einer psychiatrischen Klinik, was ich durch den beigefügten Abschlußbericht belegte. Auch hier hatte ich meinen behandelnden Arzt auf die anstehende Verlängerung der EM-Rente hingewiesen. Das war wohl der Grund, warum die Rente ohne erneute Begutachtung verlängert wurde.

Viele Grüße

Solveig

— dirk, 26.08.2009@18:48 # 53 -

hallo ihr

ich hab da mal ne frage.ich bin im januar stationär in einer phychatrichen klinik eingewissen orden(selbsttötung).leide seit dem unter dpresionen(f32.2).auch der aufenthalt in einer tagesklinik hat nichts gebracht.im mom nehme ich seroquel pro long,seroquel,truxal und mirtazapin.kann mann damit eine rente beantragen?jedenfalls arbeiten kann ich mit der dosis nicht,soviel steht fest.

lg dirk

psychoMUELL, 27.08.2009@06:16 # 54 -

Hallo Dirk,
du kannst dich doch erstmal weiterhin krank schreiben lassen. Krankengeld bekommt man ca. 78 Wochen und so ca. 6 Monate vorher würde ich einen Rentenantrag stellen. Hast du einen Psychiater, der diesen Rentenantrag unterstützt?
Du könntest auch noch einen Reha beantragen.

— dirk, 29.08.2009@10:36 # 55 -

hi
muss monntag zum phychater,mal sehen was die sagt.hab zu allem überfluss gestern auch noch die kündigung erhalten.ist das leben nicht schön.steht mir eigendlich alg1 zu wenn ich krank bin?

psychoMUELL, 29.08.2009@10:47 # 56 -

Wenn du jetzt krank geschrieben bist, erhältst du weiterhin Krankengeld von deiner KK, bis zu 78 Wochen.

— dirk, 31.08.2009@19:30 # 57 -

hm wahr heute bei meiner phychologin ,das mit der rente hat der garnicht gefallen ,jezt wird mann auch noch als schauspieler hingestellt.

psychoMUELL, 01.09.2009@05:29 # 58 -

Hallo Dirk
da solltest du schon unterscheiden, der Psychiater ist der Arzt und darf Medikamente verschreiben und der Psychologe darf das nicht.

Du kannst es ja auch erst mal in die Psychiatrie gehen, dort gibt es auch Sozialarbeiter, die helfen können oder sogar von dort aus eine Reha oder Umschulung einzuleiten. Man bekommt nicht so einfach die Rente, das ist ein langer und teilweise steiniger Weg.

— jürgen brand, 06.09.2009@09:41 # 59 -

Wegen posttraumatische belastungsstörung Klage ich gegen das Versorgungsamt Köln.DDR-Haftschaden usw.Ich war beim Gutachter
und das Ergebnis liegt noch nicht vor aber hoffe auf einige Prozente.
Bin 57 Jahre.Erwerbsminderungsklage gegen die Rentenversicherung
wegen Psychische Probleme läuft auch schon seid 6 Monate.
ARGE-Arzt schien mir zu glauben jedoch will er mein Gutachten erst
noch lesen wenn es vom Sozialgericht mir zugestellt wurde.Laut
meines Arztes habe ich Somatisierungsstörung,PTBS und Schlafstörungen und bekomme Trimodura das sind starke Beruhigungspillen.Wer weis wie lange es dauert bis zur Verhandlung
oder wie die Chansen sind in mein Alter eine der Renten zu bekommen?
Gruß Jürgen

psychoMUELL, 06.09.2009@12:59 # 60 -

Hallo Jürgen,
vermutlich ist deine Chance auf Rente größer, wenn du älter bist, würde mir der gesunde Menschenverstand sagen …
Einige Klinik-Aufenthalte in der Psychiatrie dürften wohl auch hilfreich sein.

— ami, 07.09.2009@06:59 # 61 -

hi susanne
hab ebend deinen bericht gelesen.sehr interessant.bin vor einer woche aus dem KH entlassen worden wegen massiver depressionen
habe den rat bekommen mich beim psychater zu melden um mir helfen zu lassen was auch in den entlassungspapieren steht.
habe ich eine chance rente zu bekommen???
da ich die letzten 20 jahre nur mist erlebt hab (scheidung ,krebserkrankung Vater,depressionen Mutter,insolvenz)
trau mich manchmal garnicht zur arbeit zu fahren ,berunsichert.
bekomme jetzt langzeit anti depressivum.
wäre für jeden tip dankbar

psychoMUELL, 07.09.2009@11:37 # 62 -

Hallo Ami
befolge doch mal den Rat und suche dir einen Psychiater und berate dich mit diesem.

ami: habe ich eine chance rente zu bekommen?

Versuchen kannst du es sicherlich, wie die Chancen stehen kann dir niemand vorher sagen. Einige Klinik-Aufenthalte und eine lange Krankengeschichte helfen bestimmt dabei.

— Sylvi, 10.09.2009@20:45 # 63 -

Hallo an euch,

ich würde einfach gern mal mit jemandem reden.
Ich versuche mich kurz zu fassen.
Bei mir wurde vor zwei Jahren eine Borderline PS festgestellt, bin vorher immer aufDepressionen und Essstörung behandelt worden. Ich war bis 2005 Lehrerin und bin seitdem zu Hause mit EU Rente. Ich bin in Behandlung, schlucke Medikamente, war bisher in 7 Kliniken. MIr geht es immer schlechter. Mein Umfeld versteht meine Kranhkeit nicht, bekomme nur Vorwürfe. Ich habe zwei arbeitslose erwachsene Söhne 20 und 24. Die nichts daran tun in Arbeit zu kommen, weil, ich bin ja auch zu Hause und mache nichts. Mein Bruder, ein angesehener Herzchirurg hat den Kontakt zu mir abgebrochen, mit meinen Eltern gibt es nur Streit. Ich habe viele Fehler in meinem Leben gemacht, wer sich etwas mit Borderline auskennt, wird verstehen was ich meine.
Mittlerweile habe ich einfachden Sinn für dieses Leben verloren, weil ich mich nur noch in Kliniken sehe. Außerdem kommt immer von Außen, dass mir das nur die Psychiater einreden, mich medikamenten abhängig gemacht haben und sie sowieso dran schuld sind, dass es mir so geht. Ich weiß überhaupt nicht mehr, was ich noch denken soll…
Würde mich über eine Antwort sehr freuen…

Sylvi

— EpiuPers, 11.09.2009@06:29 # 64 -

Wie ist das, wenn man noch nie gearbeitet und EU-Rente haben will, ich habe seit ich 9 Jahre bin Epilepsie und seit ich 14 Jahre bin bekomme ich mit den Medikamenten eine für weibliche Mitmenschen gefährliche Persönlichkeitsstörung bei der überhaupt nicht mitbekomme was ich mache.
Unregelmäßige starke Kopfschmerzen habe ich auch da braucht man immer die Medikamente griffbereit, denn die halten mal locker 36 Stunden an.
Außerdem bin ich extrem müde, besonders tagsüber und die Konzentration läßt auch immer weiter nach.
Einen Behindertenausweis habe ich, der einen Grad von 50 ausweist.
Ich kann auch die anderen hier gut verstehen in Sachen Schauspielern, da ich letztes Jahr bei einer Neueinstellung auf das unten beschriebene Medikament nachdem ich mir den linken Daumen bei einem Anfall abgebrannt habe, selbst gespielt habe wie ein Meister. Wurde nämlich von der Chefin der Psychatrie vernommen nach der OP und hatte der die Wahrheit über meine Vergangenheit gesagt, auch die Selbstmordversuche 99,01 und 02, darauf hin wollte die mich in die geschlossene schaffen, aber glücklicherweise habe ich die anderen auf der Station Ärzte davon überzeugt das es nur wirres Zeug war, das ich da gequatscht habe.
Ich bin jetzt 29.
Ich nehme derzeit 150mg Topamax pro Tag.

psychoMUELL, 11.09.2009@07:11 # 65 -

EpiuPers: Wie ist das, wenn man noch nie gearbeitet und EU-Rente haben will

Soweit ich weiß kannst du dann nur Grundsicherung beantragen.

psychoMUELL, 11.09.2009@07:21 # 66 -

Hallo Sylvi

schwierig! Wenn du gar nicht mehr klar kommst, kannst du auch eine freiwillige gesetzliche Betreuung beantragen.

Deine 2 Kinder solltest du raus schmeißen. Vielleicht bekommst du Hilfe bei einer sozialen Einrichtung.

Das das scheinbar gesunde Umfeld nicht mit dir und deiner Erkrankung umgehen kann, kann ich mir leider nur sehr gut vorstellen. Aber damit wirst du leben müssen, löse dich von deinem Umfeld, kein Kontakt mehr zu Menschen, dir dich nicht verstehen wollen oder können.

So wie es aussieht, kannst nur DU dir selber noch helfen. Vielleicht noch mal in eine Klinik und dann ein neuer Anfang, andere Wohnung etc.

— letschi, 23.09.2009@14:19 # 67 -

hallo habe auch rente beantragt. war 15 wochen in der klinik wegen depression habe schon 5 bandscheiben op hinter mir . 60% schwer behinderung. bin 48 . berufs unfähig geschrieben schulter lux op ,s1 wurzelschädigung seit 2004 depressionen , meint ihr ich bekomme die rente gruss reinhold

— Jackie, 23.09.2009@17:09 # 68 -

hallo susanne,
habe die einträge studiert…und mir gehts nicht gut dabei. stehe selbst vor der beantraung der eu-rente, weil ich körperlich und geistig nicht in der lage bin meinen job auszuüben. seit ende 2005 bin ich am kämpfen, eine 6wöchige reha hinter mir in 2006 und hab mich danach von sekretärin zur landschaftsgärtnerin versetzen lassen und es geht kräftemäßig und seelisch immer weiter abwärts sobald ich mehr mache als ich kann…dann folgen panikattacken und angstzustände, zittern und der ganze kram. meine frage bezieht sich auf die termine beim gutachter…muss man, un den eindruck hab ich bald, den kopf bereits unterm arm tragen, um die eu-rente zu bekommen? oder wie macht man es einem gutachter verständlich dass man ja arbeite würde, wenns es den ginge…. liebe grüße an dich und danke, falls du mir hier hoffnung machen kannst.
jackie

psychoMUELL, 23.09.2009@17:16 # 69 -

Jackie: meine frage bezieht sich auf die termine beim gutachter…muss man, un den eindruck hab ich bald, den kopf bereits unterm arm tragen, um die eu-rente zu bekommen?

Keine Ahnung. Wenn du oft in der Klinik warst, liegen ja schon einige Berichte vor …
Wenn du da »Freudestrahlend und Gut drauf« hingehst, dürfte es wohl schwer werden.

— Jackie, 23.09.2009@17:37 # 70 -

danke für deine antwort. ich war erst einmal zur reha…und ich bekomme keine mehr, weil die 4 jahre noch nicht um sind…hängt alles in der schwebe momentan. nun ja, ich werde sehen was kommt ;-). lg, jackie

psychoMUELL, 23.09.2009@17:43 # 71 -

Jackie: ch war erst einmal zur reha…und ich bekomme keine mehr, weil die 4 jahre noch nicht um sind

Mit guter medizinischer Begründung, bekommt man auch durchaus noch mal eine Reha, auch innerhalb der 4 Jahre.

Aber was willst du mit einer Reha? Die heilen dich nicht oder verbessern nicht deinen Zustand. Ich würde dir den Aufenthalt auf einer Depressions-Fachstation empfehlen.

— Jackie, 23.09.2009@18:08 # 72 -

Susanne: Ich würde dir den Aufenthalt auf einer Depressions-Fachstation empfehlen.

das käme alles nicht in frage für mich, weil ich nur ruhe bräuchte, kein ‘malen nach zahlen’ und weitere beschäftigungstherapien…leider. das hab ich hinter mir in so einem haus und ich kam in nem schlimmeren zustand wieder raus als ich rein bin, aber natürlich wurde ich als geheilt entlassen damals, de quoten mussten ja stimmen und der bericht. ist mir sogar im nachhinein bestätigt worden, dass das so läuft. bin geladen, was dieses thema angeht echt. ich kann das hier anscheinend nur aussitzen und abwarten…ob ich mich von selbst regeneriere oder es anerkannt wird…..(auch) leider… ich danke dir, liebe grüße und alles gute für dich

— Harry, 03.10.2009@18:38 # 73 -

Hi Susanne,
Deine Seite hier ist genauso bewundernswert, wie deine Hilfe, die Du deinen Mitmenschen gibst. So etwas finde ich sehr bewundernswert und ich danke Dir dafür. Auch ich leide unter Depressionen (mit momentaner schweren Episode). Umso mehr Anerkennung verdient deine Hilfe, da mich diesen Zeilen schon sehr anstrengen.
Mach weiter so!
Grüße vom Harry

— Ulla, 04.10.2009@17:07 # 74 -

Hallo Susanne,
schließe mich Harry an.
ich habe bald 2 Gutachter-TErmine wegen EM-Rente (depression F32.2) und würde gern wissen, wie die denn reagieren wenn man mit einem gut durchdachten »spickzettel« ankommt?
danke und lg
ulla

psychoMUELL, 04.10.2009@17:09 # 75 -

Hallo Ulla

Ulla: wenn man mit einem gut durchdachten »spickzettel« ankommt?

Das habe ich bisher selber nicht gemacht, aber wenn du auf Grund der Depression sehr vergesslich und unkonzentriert bist, wäre es doch für dich eine gute Hilfsmöglichkeit …

— Ulla, 04.10.2009@17:38 # 76 -

ja – danke Susanne, das ging ja schnell!
Wie lange geht so ein termin?
Werden gezielt Fragen gestellt? ich habe angst vor Aufregung was »falsches« zu sagen…
Wie läuft das ab? Was fragt er? worauf muß
ich achten?
mir ist einfach alles zuviel – ich habe auch noch einen termin beim Gutachter vom Arbeitsamt, weil ich krankgeschrieben bin und ab okt. kein krankengeld mehr bekomme.
3 Gutachtertermin innerhalb von 3 Wochen. das hebt meine stimmung auch nicht! aber verschieben und noch länger warten, geht auch nicht!
gruss und schönen abend
ulla

psychoMUELL, 05.10.2009@07:16 # 77 -

Hallo Ulla
so ein Termin dauert ungefähr 30 – 45 Minuten. Anschließend wird meist noch ein EKG gemacht.
Er wird dich fragen, wie es dir geht, was du den ganzen Tag so machst, welche Tabletten du bisher genommen hast, ob du in der Klinik warst …

— Ulla, 05.10.2009@16:47 # 78 -

Danke Susanne
und alles Gute auch für dich weiterhin.
Ulla

Barbara, 08.10.2009@10:04 # 79 -

Eine Reha und eine Widereingliederung wurde von der RV abgelehnt & eine akutstationäre Behandlung wegen Angst und depressiver Störung gemischt,Migräne Radikulopatie cervical & lumbal vorgeschlagen .( Nach Gutachten )
Möchte jedoch nicht ins KH . Habe Angst , dass ich mit noch mehr Medikamenten zugestopft werde und mein Seelenleben erneut auf den Tisch legen muß. Wie schon bei der Reha 2008 wo ich als gesund entlassen wurde . Bin seit Oktober 2008 krank geschrieben und werde im Januar 2010 ausgesteuert . Beantrage nächste Woche die EU- Rente .
Kann ich die Krankenhausbehandlung ohne Nachteile ablehnen ?
Wer weiss was ?

psychoMUELL, 08.10.2009@10:13 # 80 -

Hallo Barbara

Wer Leistungen haben will, muss leider auch etwas dafür tun.

Wenn du nicht rehafähig bist, dann kommt wohl nur eine stationäre Behandlung in Frage. Ich würde dir den Rat geben, dir eine Depressions-Fachstation zu suchen.

Ansonsten lass dich von deinem Psychiater beraten oder sogar von einem Anwalt.

Barbara, 08.10.2009@11:22 # 81 -

Was machen die auf einer Fachstation mit einem ?

psychoMUELL, 08.10.2009@11:26 # 82 -

Hallo Barbara

Meine Erfahrungen mit der Psychiatrie

Es hat nicht jede Psychiatrie einen Fachstation für Depressionen, da solltest du dich vorher genau informieren.

Barbara, 08.10.2009@11:29 # 83 -

Danke und bis bald .

— Solveig, 08.10.2009@13:47 # 84 -

Hallo Barbara, hallo Uschi,

ich war vor dem Rentenantrag sieben Monate in der Tagesklinik und habe gegen Ende des Aufenthaltes auch meine Arbeitsfähigkeit bzw. Rentenantrag angesprochen. Schließlich bekam ich einen Abschlußbericht, aus dem meine Zweifel deutlich hervorgingen, der meinen Rentenantrag aber klar befürwortete. Den habe ich dann dem Gutachter mitgebracht. Der Gutachter ließ mich zunächst einen Depressionsfragebogen ausfüllen, dann folgte etwa eine Stunde Gespräch und körperliche (genauer neurologische) Untersuchung (z.B. Gehen auf Zehenspitzen, Reflexe etc.). Beim Rausgehen fragte mich der Gutachter noch, was passieren müsse, damit ich wieder arbeiten könne. Ich antwortete, daß ich meine Depressionen in den Griff bekommen müsse. War vielleicht nicht die klügste Antwort, aber aus meiner Sicht die korrekte. Jedenfalls bekam ich die volle Erwerbsunfähigkeitsrente für ein Jahr – nach Widerspruch rückwirkend ab Rentenantragsdatum, also insgesamt für anderthalb Jahre. Der Gutachter ging davon aus, daß meine Depressionen eine gute Prognose hätten. Inzwischen wurde die Rente um 15 Monate verlängert, diesmal ohne Gutachter, aber nach erneutem Krankenhausaufenthalt. Dabei hatte ich auf die anstehende Verlängerung des Rentenantrags hingewiesen, was der Arzt dann auch im Abschlußbericht berücksichtigte. Jetzt habe ich erst mal bis nächsten Sommer Ruhe vor der Rentenversicherung, aber leider nicht vor den Depressionen…

Viele Grüße

Solveig

— Holli, 02.11.2009@22:17 # 85 -

Hallo

Habe auch starke Probleme mit meiner Depression, aus gelöst durch Rücken und Hüftleiden, Reha und Schmerzklinik habe keine Abhilfe gebracht, und den Stress an der Arbeit (Busfahrer) und Verkehr tut das seinige dazu.

Möchte gern wissen kann man wenn man EU-Rente bekommt noch ein paar Std nebenbei Arbeiten???

Oder darf man dann gar nicht mehr arbeiten, natürlich irgendwie als 400 € Job oder so.

Mfg Holli

psychoMUELL, 03.11.2009@05:48 # 86 -

Holli: Möchte gern wissen kann man wenn man EU-Rente bekommt noch ein paar Std nebenbei Arbeiten???

Kann man schon, allerdings muss so ein Nebenjob ja auch dem Rentenversicherungsträger gemeldet werden und möglicherweise werden die dann schneller deine Rente überprüfen, vielleicht brauchst du die Rente ja nicht mehr oder es reicht dir eine »halbe« Rente – da du ja wieder etwas arbeiten kannst!

— Hardy, 06.12.2009@13:05 # 87 -

Ich bin 1958 geboren und saß von September 1974 bis April 1975 in Einzelhaft in der Staatssicherheit Leipzig, Beethofen-Str.2. Anschließend Haftantritt in Bautzen und Brandenburg. Ich bin jetzt 51 und kann seit jener Zeit nicht mehr richtig schlafen, fast immer, vorallem aber abends im Bett geht mir dann alles erlebte durch den Kopf, ein ekelhaftes kribbeln geht mir dabei oft vom Arsch in die Füße und zurück, ständig krabbelt was im Gesicht, obwohl nichts da ist, ich spüre mein Herzschlag im ganzen Körper, auch Selbstmordgedanken hatte ich schon. Als ich meine Stasiakte bekam, die 700 Seiten stark war, wurde alles noch schlimmer, vorallem mit dem schlecht schlafen, meine eigene Mutter hat mich bespitzelt und verraten, dabei ist sie 1 1/2 Jahre vorher in meinen Armen gestorben und ich hatte mich nach einen schweren Schlaganfall lange um sie gekümmert. Ich hatte Ihr immer vertraut und Ihr viel erzählt, es ist eben die Mutter. Es würde zuviel werden, wenn ich weiterschreiben würde. Ich fühle mich nicht mehr in der Lage zu Arbeiten. Bin zur Zeit Arbeitslos und wegen Depressionen krankgeschrieben, bis ich endlich meinen Termin beim Psychologen habe.(16.12.2009) Wie stehen meine Chance die EU-Rente zu bekommen, weil ich normaler Weise keinem Arzt traue und schon gar nicht einen Psychologen, das sind selbst Irre. Ich stehe in vollen Widersprüchen, weis nicht mehr weiter.

psychoMUELL, 06.12.2009@15:10 # 88 -

Hallo Hardy
lass dich von einem Psychiater beraten, ob er einen Rentenantrag unterstützen würde. Ein oder mehrere längere Klinik-Aufenthalte in einer Psychiatrie würden dir da bestimmt auch weiter helfen.

Auch für eine Rente muss man leider was tun, vor allem Reden. Ansonsten kannst du es nur versuchen und ggf. Widerspruch gegen eine Ablehnung einlegen.

— Heidi, 08.12.2009@11:57 # 89 -

Hallo , ich bin Heidi und seit Jahren bipolar. Habe es jahrelang nicht gewussst und nur gedacht ich hab einen Knall. Vor 3<Jahren hab ich mich endlich dem Arzt gegenüber geöffnet und die Wahrheit gesagt.
Zur zeit habe ich einen Psychachter und warte seit 1 Jahr auf einen Platz zur Pychoterapie ( alle voll) , begleitend. Ausser meinen Medikamenten können die Ärzte nichts tun,und die helfen nur bedingt. Immer wieder habe ich Arbeitsausfälle deswegen.
Von meinem schwierigen Privatleben zu schweigen , es ist schwer etwas zu meistern .
jetzt hab ich mich dazu entschlossen einen schwerbehindertenausweis zu beantragen . hast du eine Ahnung wieviel Prozent es ca. gibt ?

psychoMUELL, 08.12.2009@13:18 # 90 -

Heidi: etzt hab ich mich dazu entschlossen einen schwerbehindertenausweis zu beantragen . hast du eine Ahnung wieviel Prozent es ca. gibt ?

Beim ersten Mal wegen einer psychischen Erkrankung gibt es nicht wirklich viel (ist auch bei jedem Versorgungsamt anders), aber du hat ja die Möglichkeit, später einen Verschlimmerungsantrag zu stellen.
Guck mal hier: Prozente bei Schwerbehinderung

— Solveig, 09.12.2009@13:22 # 91 -

Hallo Heidi,

ich habe im Sommer die Feststellung des GdS (= Grad der Schädigung; früher GdB = Grad der Behinderung) beantragt und auf die psychischen Probleme (rezidivierende Depressionen schwere Episode, posttraumatische Belastungsstörung) 40% bekommen. Dem Antrag hatte ich die Enlassungsberichte der letzen drei Krankenhausaufenthalte (2007 – 2009) beigelegt. Außerdem bekomme ich wegen der Depressionen seit anderthalb Jahren volle EU-Rente. Das Versorgungsamt hatte keinen der von mir angegebenen Ärzte angeschrieben, zumal ich neben den Depressionen noch weitere schwere chronische Erkrankungen habe! Nach Widerspruch bekam ich 50% auf die psychischen Erkrankungen.

Meine schweren Depressionen habe ich seit Mitte der 70er Jahre. Nachweisen kann ich sie seit Anfang der 90er Jahre, weil ich da das erste Mal im stationärer Behandlung war.

Den Ausweis gibt es erst, wenn man mindestens 50% GdS hat! Während der GdS dauerhaft bescheinigt wird, hat der Ausweis meist eine befristete Laufzeit. Ich bekam ihn unbefristet. Das liegt aber vermutlich daran, daß bei meiner anderen chronischen Erkrankung eine Besserung oder gar Heilung mit Sicherheit ausgeschlossen ist (auf sie bekam ich ebenfalls erst 40, dann 50%; insgesamt 60 bzw. 70%) und daß ich schon so lange schwere Depressionen habe – und nachweisen kann.

Bekommst Du mindestens 30%, so kannst Du die Gleichstellung beantragen. Diese wird dem Arbeitgeber mitgeteilt. Du hast dann den Kündigungsschutz eines Schwerbehinderten (= 50%), aber nicht die übrigen Nachteilsausgleiche. Ich hatte bislang nie die Feststellung des GdB beantragt, weil es mein berufliches Aus gewesen wäre. Ich wußte zwar schon sehr lange, daß ich wegen meiner anderen Erkrankung auf 50% gekommen wäre, aber die Depressionen führten immer wieder zu beruflichen Problemen mit anschließender Kündigung. Mich hätte dann niemand mehr eingestellt…

Viele Grüße

Solveig

— Gabriele Schmechel, 15.12.2009@20:36 # 92 -

Sehr interessante Kommentare, kommt mir alles sehr bekannt vor. Mein Mann leidet seit 4 Jahren unter schweren Depressionen, hat auch den Antrag auf Feststellung einer Behinderung gestellt und sofort 50% bekommen (vor 3 Jahren). erst befristet und nun automatisch unbefristet. Er erhält EU-Rente (ist 50 Jahre). Nun müssen wir diese neu beantragen bzw. verlängern lassen. Kann mir jemand helfen, wie man den Antrag schreibt? Leider muss ich mich um solche Sachen kümmern.

Liebe Grüße Gabi

— Brand, 16.12.2009@13:21 # 93 -

Hallo Hardy,
Fast 2 Jahre läuft mein antrag auf Versorgungsamtrente wegen
Haftfolgeschäden und trotz Gutachten wollen die nicht zahlen.
43 Monate politische Haft mit 2 Jahre Einzelhaft und Arrest sind
Nachweisbar und weil die Stur bleiben muss das Sozialgericht
entscheiden.Depressionen und Schlafstörungen sowie immerwieder-
kehrende Erinnerungen an den Haftbedingungen plagen mich.

Gruß Jürgen

psychoMUELL, 16.12.2009@13:29 # 94 -

Gabriele Schmechel: Kann mir jemand helfen, wie man den Antrag schreibt?

Du kannst diesen Antrag formlos beim Rentenversicherungsträger stellen. Die schicken dir dann ein Formular.

— Dölli, 19.05.2010@09:40 # 95 -

psychoMUELL: Hallo Susanne, hast ja lange nichts mehr geschrieben. Wollte mal hören, wie es dir momentan so geht. Finde deine Kommentare sehr interessant. Ich bin 33 Jahre alt, verheiratet und habe 2 Kinder. Leide seit 2006 an schweren depressiven Episoden. Damals war meine Kleine gerade 4 Monate alt (beim ersten mal) und ich dachte an eine Wochenbettdepression. Mittlerweile habe ich unzählige Krankschreibungen und einen Klinikaufenthalt hinter mir. Bin auch in psychotherapeutischer behandlung. Habe jetzt auch einen Antrag auf EU- Rente gestellt, um mal etwas zur Ruhe zu kommen und vielleicht zwischen 2 Episoden mal etwas mehr Zeit als ein paar Wochen oder Monate zu haben. Meine Symptome sind genau so wie bei dir, erschreckend ist, dass mich nicht mal die Kinder von solch schlimmen Gedanken abhalten. Soll jetzt nochmal (zum x-ten Mal) medikamentös umgestellt werden, da es mir auf mein momentanes Medikament (Trevilor) den ganzen Tag übel ist. Und das bereits seit 5 Monaten. Schlimm ist auch, wie langen man teilweise warten und fahren muss, um einen Facharzt aufsuchen zu können. Und manche kannst du total vergessen. Dann muss man wieder auf die Suche gehen. Werde bald zum Gutachter müssen, wegen dem Rentenantrag. Habe etwas Schiss davor, da ich nicht weiß, was auf mich zukommt. Was hast du für Erfahrungen gemacht?
Katja

— D-Punkt, 23.05.2010@15:01 # 96 -

Hallo,
nach einer solchen Seite habe ich lange gesucht. Danke dafür. Ich bin seit 2003 depressiv und war einmal stationär und einmal ambulant in einer Fachklinik. Seit drei Jahren habe ich GdB 50. Auf dem Bescheid ist keine Begrenzung zu lesen, dennoch musste von meiner Ärztin vor drei Monaten ein Formular ausgefüllt und versandt werden. Im Februar 2010 habe ich einen Antrag auf Teilerwerbsunfähigkeitsrente gestellt. Nachdem ich mir einen Termin habe geben lassen, hat mir eine sehr freundliche Mitarbeiterin geholfen den Antrag auszufüllen.Ich war bei einer Gutachterin die mich durchgekaut und ausgespuckt hat. Nach dem Termin bei ihr war ich fix und fertig. Letzte Woche erhielt ich das Formular R250 für den Arbeitgeber. Mein Kopf ist seit dem ständig mit der Frage beschäftigt ob ich Rente bekomme oder nicht. Kannst Du mir schreiben wie groß meine Chancen sind? Ich bin 50 Jahre alt und bin Mutter von drei Kindern.
Gruesse

psychoMUELL, 23.05.2010@15:03 # 97 -

Hallo D-Punkt
Deine Chancen? 50/50, denke ich. Helfen kann es, wenn du öfters mal in einer Klinik warst und lange krank geschrieben.

— carola, 27.05.2010@14:29 # 98 -

hey auch ich bin zufällig auf diese seite gestoßen und muß feststellen das ich mit meinen problemen nicht so allein bin wie ich manchmal denke ich bin 42 jahre und leide seit vielen jahren unter den depressionen dazu kommen nochstarke gewichtsschwankungen (untergewicht) so lange meine kinder klein waren konnte ich mich irgendwie immer selbst daraus holen 2004 war ich das erste mal zur reha dann immer wieder im krankenhaus seit 2008 nach einem suizit versuch bin ich krankgeschrieben war zur reha ,2x auf einer krisenstation mache eine ambulante psychotherapie und hab sogar 2x eine wiedereingliederung versucht ich habe dann wiederwillen einen rentenantrag eingereicht der 2x abgeleht und jetzt übers sozialgericht läuft ich weiß einfach nicht mehr weiter ins kh will ich nicht mehr weil es mich nicht weiter bringt ist auch eine finanzelle frage die letzte reha ist nicht mal 2jahre her ich bin es einfach leid und habe keine kraft mehr um jeden kleinen strohhalm zu betteln damit es mir ein wenig besser geht icht möchte einfach nur wieder spaß am leben haben

psychoMUELL, 28.05.2010@07:00 # 99 -

Hallo Carola
Ich halte von einer Reha nichts, die ist in der Regel nur 6 bis 8 Wochen lang, seltenst einige Wochen länger (Auch sind das alles Kliniken vom Rentenversicherungsträger). Ich ziehe dann schon eine Depressions-Fachstation vor.

— carola, 28.05.2010@13:11 # 100 -

hey,ich wohne auf der insel usedom bei uns gibt es leider keine depressions-fachstation nur kriesen-station da bin ich nach 6wochen entlassen worden gebracht hat es nur kurzfristig was

psychoMUELL, 29.05.2010@04:15 # 101 -

Hi Carola
dann würde ich mir die nächstgelegene Depri-Fachstation in Nähe der Insel suchen.

— carola, 29.05.2010@11:13 # 102 -

hab ich schon die nächste ist in greifswald aber wie gesagt kriesenstation da war ich schon öffter ich werd mit meiner ärztin drüber sprechen das nächste problem ist wie komme ich hin habe kein auto mehr und auch niemand der mich fährt und lange strecken kann ich mit dem zug nicht fahren

— Erbse, 30.05.2010@18:33 # 103 -

Hallo Susanne,
habe schon öfters diese Seite gelesen und mich jetzt doch dazu entschlossen habe in eine psychosomatische Akut-Klinik einweisen zu lassen, da zu meiner Depri (seit 2002, immer medikamentös behandelt, da ich in keine Klinik mehr wollte) auch vermehrt Angstattacken und körperliche Beschwerden hinzugekommen sind. Die Einweisung ist mit F32.2 bescheinigt. Warte nur noch auf Termin, werde auch bis dahin arbeitsunfähig sein. Zu meiner Person, bin 54 Jahre alt, weibl., 1 Kind und arbeite seit den 80-ger nur noch Teilzeit ( 4 Std.) Seit letztem Frühjahr geht es mir schlechter – ich könnte den ganzen Tag auch nicht mehr arbeiten. Seit 2002 habe ich Fluoxetin 20mg verschrieben bekommen, aber die mußte ich 2009 absetzten und bei akuten Depri bekam ich Spritzen oder habe Lorazepam genommen. Von den Moclobemid 150 mg bin ich sehr aggresiv gegenüber meinen Mitmenschen geworden, habe niemanden mehr um mich rum vertragen, dachte auch an Kündigung usw., diese wurden wieder abgesetzt, dafür dann die Venlafaxin beginnend mit 37,5 mg und seit Ende letztes Jahres auf 150 mg. extreme Müdigkeit, Antriebslosigkeit, zu Hause mehr auf die Reihe bekommen, immer nur Schlafen, Kaputt, Gelenkschmerzen usw. Mein 2.Psychiaterwechsel steht bevor (Erster ist selbst verstorben, der 2. macht nicht weiter obwohl der wirklich absolut toll ist und ich mich gut aufgehoben fühlte) Er machte mir auch klar, dass ein Klinikaufenthalt jetzt wirklich höchste Zeit wäre. Aber es ist ja immer so, wenn man denkt jetzt wird es evtl. besser, bekommt man wieder einen drauf. Ich hätte ja jetzt Zeit, den Haushalt auf Vordermann zu kriegen, bin ja krankgeschrieben, aber ich kann mich überhaupt nicht dazu aufraffen. Habe letzte Woche gerade mal 1-mal Staub gesaugt. Überlege auch, ob ich nicht eine EU-Rente beantrage, da, obwohl toller Job, mich das tägliche MÜSSEN unheimlich belastet und ich immer fix und foxi bin wenn ich von der Arbeit komme. Weisst du, ob man bei einem Teilzeitjob auf jeden Fall die EU-Rente (Arbeit möglich bis unter 6 Std.) bekommen kann? Erhoffe mir ja vom Klinikaufenthalt auch, dass ich Besserung bekomme, den die ambulante Gesprächsterapie beim Psychologen hilft nicht wirklich viel. Es fühlt sich auch schon mehr als Belastung für mich an. Möchte ja schon meine 4 Std. Arbeit noch beibehalten aber wenn der Zustand sich nicht bessert, sehe ich schwarz.
Grüssle Erbse

psychoMUELL, 30.05.2010@19:14 # 104 -

Hallo Erbse
mit Teilzeitrente kenne ich mich überhaupt nicht aus.
Warte doch den Klinikaufenthalt ab und versuche dort mit Sozialarbeitern zu einer Lösung zu finden.

Mit meinem heutigen Wissen und Erfahrung, würde ich auf jeden Fall versuchen, den Job zu behalten und auch zu machen. Vielleicht geht es dir ja nach einem längeren Klinikaufenthalt tatsächlich so weit besser, dass du wieder gerne arbeiten würdest und das auch schaffst.

Vielleicht während dem Klinikaufenthalt eine Reha beantragen.

Wenn du erst mal eine Rente hast, wirst du später kaum noch einen Job erhalten. Wer stellt jemanden ein, der eine befr. Rente hat und depressiv ist?! Dann bist du auch noch älter …

— jugendliebe, 02.06.2010@12:28 # 105 -

Hallo Susanne, ich bin gerade auf deine Seite gestoßen. Ich bin 62 Jahre alt und habe im April, bedingt durch großen Stress und Mobbing, eine Teilamnesie gehabt, ein halber Tag fehlt in meinem Leben. Ich möchte nun auf keinen Fall mehr arbeiten gehen und werde versuchen, EU-Rente zu beantragen. Bin bei einer Neurologin und bei einer Psychologin in Behandlung. Meinst du, es hat Erfolg?
Liebe Grüße Brigitte

psychoMUELL, 02.06.2010@16:02 # 106 -

jugendliebe: Meinst du, es hat Erfolg?

Das weiß ich nicht. Deine Chancen sollten sich erhöhen, wenn

- dein Facharzt dich unterstützt

- du einen Schwerbehindertenausweis hast

- schon länger deswegen krank geschrieben und eine Reha gemacht hast

- du mehrmals oder zumindest lange auf einer Psychiatrischen Fachstation gewesen bist

Ansonsten brauchst du viel Glück und Ausdauer.

— Erbse, 02.06.2010@16:33 # 107 -

Wer stellt jemanden ein, der eine befr. Rente hat und depressiv ist?! Dann bist du auch noch älter …
Da gebe ich dir vollkommen recht, nur in meiner momentanten Verfassung/ Situation könnte ich auch gar nicht mehr arbeiten. z.B. ein Gespräch mit dem Therapeuten kostet mich soviel Konzentration, dass ich nachher fix und foxi bin, als hätte ich 8 Std. vor dem pc gearbeitet. Schon wirklich unglaublich, hätte das mir jemand vor 10 Jahren gesagt, hätte ich ihm den Vogel gezeigt. War immer voller Elan, habe mich für Beruf, Familie, Freunde usw. ins Zeug gelegt und immer vorausschauend auch alles getan und erledigt. Und jetzt so was…. ! Möchte schon meinen »Alten« Elan und vor allem die Lebensfreude wieder bekommen ! Mir macht dein Blog irgendwie schon Mut und auch Deine Worte. Also ich richte meine Hoffnung schon voll auf den Klinikaufenthalt und bin gespannt was es mir bringt. Wegen einer Reha kann ich dort ja dann mal nachfragen, was die dazu meinen. Es grüsst Dich – ERBSE

— Nivien, 10.06.2010@12:34 # 108 -

Hallo an alle,

bin heute durch zufall auf diese Seite gestoßen und habe sie mir mit großem Interesse durchgelesen. Auch ich will EU Rente beantragen. Leide unter einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung, dissoziative Störungen, somatoforme störungen, deppressionen, angststörungen und jetzt auch noch fibromyalgie. Wie hoch sind da die Chancen eine Rente bewilligt zu bekommen? Habe leider so gut wie nie gearbeitet in meinem leben. Habe eine 12 jährige Tochter. Bin in ambulanter Traumatherapie, habe eine Psychiaterin und war schon sehr oft in Kliniken.
Habe nun echt Angst das ich die rente nicht bewilligt bekomme, aber ich brauche sie, denn ich bin einfach nicht fähig arbeiten zu gehen. Meine Probleme sind so stark das ich einfach keine kraft habe.

Würde mich über eine antwort freuen.

LG Nivien

psychoMUELL, 10.06.2010@13:08 # 109 -

Hallo Nivien
wenn du kaum gearbeitet hast, käme vermutlich Grundsicherung für dich in Betracht. Wenn du die Rente nicht beantragst, wirst du nie wissen, ob du sie bewilligt bekommen würdest. Sicher benötigt man auch etwas Glück, aber auch gute Ärzte. »Einfach« beantragen und abwarten, was anderes kannst du eh nicht machen. Viel Glück.

— Nivien, 10.06.2010@18:34 # 110 -

Vielen dank für deine schnelle Antwort. Ja ich beantrage nächste woche Rente und einen Schwerbehindertenausweiß werde ich auch beantragen. Also in meinem Rentenverlauf steht z.B. drin im falle einer Erwerbsminderung würde ich so und soviel gezahlt bekommen. Kann das schon ein Hinweis darauf sein das ich anspruch darauf habe?

LG Nivien

psychoMUELL, 11.06.2010@05:57 # 111 -

Hallo Nivien

Das Rentenverfahren ist sehr kompliziert und ich habe da eigentlich keine Ahnung von ;-).
Wenn in deinem Rentenverlauf ein Hinweis steht, das die Summe XX im Falle der Erwerbsminderung gezahlt wird, könnte das durchaus sein. Wenn diese Summe aber sehr gering ist, müsstest du dann eh Grundsicherung beantragen. Vermutlich wird man dir das bei der RV dann auch sagen.

— jeanett, 13.06.2010@13:42 # 112 -

hallo,
erst einmal möchte auch ich sagen, dass mir hier in den beiträgen viel bekannt vorkommt!!
nun zu mir. ich heiße jeanett und bin 34 jahre alt. seit ca. 2007/2008 fing es bei mir mit stimmungsschwankungen an. wir (mein mann und kind) sind 2000 in das sauerland gezogen. es war sehr schwer dort anschluß zu finden. arbeit habe ich schon mit der 3 bewerbung erhalten und die arbeit machte mir auch immer viel spaß. klar gab es auch mal zickenkrieg aber im großen und ganzen konnte ich meine vielen probleme von zu hause (kind, partner, finanziell) immer auf der arbeit mitmeinen kollegen besprechen und danach habe ich meine sorgen von zu hause vergessen und war froh auf der arbeit zu sein. teilweise hatte ich keine lust nach hause zu fahren. dann bekamen wir 2008 einen neuen arbeitgeber, von da an ging es rasch bergab…..ich fühlte mich ständig verunsichert in all meiner arbeit die ich tat, ich fühlte mich unwohl, nichts wert und fing an selbst an mir zu zweifeln…………dann folgte die kündigung! noch wärend meiner kündigungszeit fand ich eine neue anstellung in einer neuen praxis und da kam ich gleich gar nicht mehr zurecht. verunsichert, ängstlich, unkonzentriert, zittern bei der arbeit, vergesslich. ich fing quasi jeden tag von vorne an und konnte mir einfach nichts merken. war viel am weinen, schottete mich ab, ging weder an das telefon noch wollte ich besuch haben. wenn es an der haustüre schellte, versteckte ich mich. ich hatte nachher einfach keine lust und kraft mehr zu nichts…….hinzu kam, dass mein sohn auch an meinen hilflosgkeit extrem leiden musste.

dann kam im mai 2009 der zusammenbruch mit teilweise suizidalen gedanken und ich war 11 wochen in einer fachklinik. dies tat mir sehr gut. ich wurde als au entlassen und es wurde ein rehaantrag gestellt der sofort bewilligt wurde. auf meinen rehaantritt musste ich allerdings 5 monate warten und in dieser zeit verschlechterte sich mein zustand tag für tag. die reha war gut und hat mich auch einwenig stark gemacht aber mehr auch nicht. ich hatte 6 wochen bewilligt bekommen und es wurden 8 wochen!! auch aus der reha wurde ich au entlassen, allerdings steht im bericht: später voll erwerbsfähig und für mehr als 6-8 stunden einsatzfähig………….nun bin ich noch immer au, habe endlich einen psychologen gefunden und schon bei unserem erstgespräch wurde mir vom psychologen empfohlen, dringend nochmals in die klinik zu gehen. sie würde dies als sehr wichtig finden. so, nun bin ich wieder einmal in einer fachklinik. am montag soll ich zum mdk und mir geht es überhaupt nicht gut.

ich bin seit 13 monaten au und habe einfach nur schiss wie es weiter gehen soll. ich habe medikamente bekommen wie mirtazapin, opipramol, citalopram, atosil………habe dann innerhalb von diesem jahr 20kg zu genommen. nun haben sie in der klinik auf trevilor, tavor und doxepin umgestellt. nehme ich nun ca. 2 wochen. noch merke ich überhaupt gar nichts. wie geht es weiter, was macht der mdk mit mir und kann oder soll ich versuchen einen rentenantrag zu stellen??? habe während meines klinikaufenthaltes im vergangenen jahr meine kündigung bekommen…… und seither krankengeld bezogen. ich bedanke mich für jede hilfreiche antwort.
vg jeanett

psychoMUELL, 13.06.2010@14:16 # 113 -

Hallo jeanett

in jeder Klinik gibt es Sozialarbeiter, die dich beraten können. Ein Rentenantrag wäre sicher ein Versuch wert, auf der anderen Seite, bist du noch sehr jung.

Frage deinen Facharzt, ob er das befürwortet.

MDK

— Solveig, 14.06.2010@10:43 # 114 -

Es stimmt schon, daß es in jeder Klinik SozialarbeiterInnen gibt, aber mit denen habe ich – mit einer einzigen Ausnahme – sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Sie waren nicht ausreichend informiert, das wenige Wissen war veraltet (»Anhaltspunkte« für dem GdB aus den 80er Jahren!) und verwiesen vorzugsweise auf den VdK, der sich besser auskenne… Ich bekam nur allgemeine Broschüren über Firmen für psychisch Kranke, und die versprochenen Termine vor meiner Entlassung zur Klärung meiner beruflichen Zukunft fielen der einmonatigen Abwesenheit der Sozialarbeiterin, die bei meiner Entlassung erst eine Woche wieder anwesend und entsprechend ausgelastet war, zum Opfer. Infos zur Einschätzung des GdB bei Depressionen – Fehlanzeige! Infos zum Vorgehen beim Rentenantrag – Fehlanzeige! Ich muß allerdings dazu sagen, daß der VdK genauso desinteressiert war wie die Sozialarbeiterinnen in den Kliniken und mich genauso im Regen stehen ließ!

Die einzige(!) positive Ausnahme habe ich bei meinem letzten Krankenhausaufenthalt kennengelernt. Er war der einzige, der das Internet zur Information nutzte und mir erstmals(!) sagen konnte, was soziale Anpassungsschwierigkeiten beim GdB für Depressionen bedeuten. Die anderen haben diesen Punkt noch nicht einmal angesprochen. Er wußte auch sofort, daß eine der von mir herausgefunden Kliniken mit meiner Krankenkasse kooperiert und was das bedeutet und schlug mir weitere Kliniken vor.

Mein Eindruck ist, daß gerade psychisch Kranke, die sich (mangels Antrieb und/oder mangels Möglichkeiten) nicht selbst informieren können, völlig aufgeschmissen sind, wenn sie auf solche Sozialarbeiter angewiesen sind! Wenn man jemanden braucht, der den richtigen anruft, weil man es selbst nicht mehr schafft – okay. Aber wen sollen sie anrufen, wenn sie nicht in der Lage sind, sich die nötigen Infos zu besorgen???

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