Jede Depression wird besser, sofern man sie überlebt †

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Rente+Depression+Nebenjob keine Chance!

Habe mich auf einige Nebenjobs (Mini-Jobs) beworben.

Anfangs habe ich direkt dazu geschrieben, dass ich eine befristete Rente, wegen Depression beziehe und gerne wieder etwas arbeiten würde. In der Regel kommt nicht mal keine Absage, sondern nur keine Mitteilung.

Zweite Bewerbungs-Variante: ich sei die letzten Jahre Hausfrau und habe u.a. meine Mutter gepflegt. Natürlich gebe ich dann mein Geburtsdatum an.

Es ist ein leichtes für den Arbeitgeber herauszufinden, dass ich eine befristete Rente beziehe und auch warum. (AG kann ja auch googlen, aber ich will mich nicht verstecken, mein Blog offline stellen oder lügen)

Also hat man als Rentner, der psychisch erkrankt ist oder war, keine Chance, einen Mini-Job zu erhalten.

Bei einem Mini-Job geht der Arbeitgeber überhaupt kein Risiko ein, da der Arbeitnehmer jederzeit problemlos kündbar ist!

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— Michel, 24.01.2010@12:39 # 1 -

Eine Frage: Wie soll der Arbeitgeber herausfinden warum Du eine Rente beziehst?
Ich habe Bekannte, die wegen Depressionen Rente beziehen, und nebenher arbeiten, die Arbeitgeber wissen eigentlich immer nur, was ihnen diejenigen erzählt haben (kaputte Bandscheiben o.ä.).

Su-Mu, 24.01.2010@12:42 # 2 -

Über die KK, natürlich inoffiziell.Ich werde mir mal eine kreativere Story ausdenken müssen.

Mausflaus, 24.01.2010@15:54 # 3 -

ich hab letztens bei DM die Regale eingeräumt, war auch auf Minijob-Basis, und die haben da eigentlich jeden genommen weil sie ständig Leute brauchten. Vielleicht guckst du mal bei ein paar Drogerieketten nach nem Aushang? die sind eigentlich nicht so wählerisch.

ich glaub übrigens nicht, dass die sehen können, wieso du die Rente beziehst

SM, 24.01.2010@16:02 # 4 -

Hallo Mausflaus,
ich denke, AG mit guten Kontakten können gewisse Dinge leicht (natürlich inoffiziell) herausbekommen.

Meist fragen die ja dann auch und welche Story sollte ich denen dann auftischen?

Ich suche schon noch einen Job, der mir Spaß machen könnte und mich etwas fordert. Jeden Job würde ich nicht machen wollen, da ich dann wieder sehr depressiv werden könnte – was ich nicht will.

Sicher, suche ich weiter.

psychoMUELL, 26.01.2010@07:42 # 5 -

Hallo Rosalie
ich nutze weder Facebook noch habe ich ein Forum.

psychoMUELL, 27.01.2010@07:30 # 6 -

Liebe Rosalie
es kann schon mal ein paar Tage dauern, bis ich antworte und (ich muss auch nicht auf jeden Kommentar antworten) das hier ist nun mal ein Blog ;-).

Depri-Blogger, 27.01.2010@19:22 # 7 -

Hi,
ich denke mich berenten zu lassen, hab ich immer gelassen, gerade weil es soviele Vorurteile gibt.
Und weil man sich mit dieser Berentung ins gesellschaftliche Aus begibt.
Du könntest z. B. dein Vorname nicht ausschreiben in deiner Adresse im Impressum, dann biste auch für Google schwerer auffindbar oder du machst einen kleinen Rechtschreibfehler im Nachnamen rein.
Aus all diesen Gründen habe ich meinen Vor- und Nachnamen nicht in meinem Blog reingeschrieben, weil ich nicht nackt sein will.
Manchmal ist es gar nicht so schlecht, was anzuziehen, besonders in diesem kalten Winter.
Und ich finde auch nicht, dass man sich versteckt, wenn man nicht alles von sich preis gibt.
Ein gewisser Selbstschutz schadet nicht.

psychoMUELL, 28.01.2010@08:00 # 8 -

Hallo Depri-Blogger

Wenn man Leistungen zum Lebensunterhalt beziehen muss, kann man sich die Rente nicht aussuchen, man wird aufgefordert einen Antrag zu stellen, da sonst die Leistungen eingestellt werden.

Eine eigene Domain benötigt ein Impressum und damals habe ich mich dazu entschieden, über meine Depression zu schreiben.

Genau das war mein Thema und mein Blog hat mir beim Überleben geholfen, das möchte ich auch heute nicht bewerten.

— Linea, 16.02.2010@06:23 # 9 -

Hi,

habe heute Deinen Blog entdeckt und finde ihn – als depressive Katzenbesitzerin – super! :-)

Eine Frage: Wie lange warst Du denn schon krank(geschrieben), als Dich das Amt aufforderte, einen Rentenantrag zu stellen? Kann man gegen die Zwangsberentung keinen Widerspruch einlegen? Und: Bist Du erst vorübergehend und dann endgültig berentet worden?

Ich bin schon seit zehn Jahren krank, habe mich aber immer nur phasenweise krank schreiben lassen (maximal anderthalb Jahre am Stück), bin langsam etwas mürbe wg. der Dauer der Erkrankung und weiss nicht so recht, ob ich mich nicht für 2-3 Jahre vorübergehend verrenten lassen sollte, um etwas zur Ruhe zu kommen. (Statt: in drei, vier Monaten schaffe ich es bestimmt, XY Stunden zu arbeiten – und dann klappt es doch wieder nicht.)

Bin dankbar für Tipps und werde jetzt regelmäßig vorbeischauen.

LG Linea

psychoMUELL, 16.02.2010@07:00 # 10 -

Hallo Linea
in der Regel, sollte man ca. 6 Monate vor der Aussteuerung der KK einen Rentenantrag stellen.

Heute werden Renten immer befristet genehmigt als Zeitrenten, Ausnahmen sind sehr selten.

Wenn du Leistungen von jemanden haben willst, sei es Arbeitsamt, KK oder Rentenversicherungsträger musst du schon was dafür tun.

— Rosalie, 16.02.2010@23:13 # 11 -

WEITER SO UND VIEL MUT!

— Linea, 17.02.2010@07:09 # 12 -

Hi Susanne,

danke für Deine Antwort – ich will mich gar nicht verrenten lassen bzw. bin noch unentschieden, ich habe nur Angst, dass ich quasi »zwangsverrentet« werde, weil ich schon so lange krank bin.

Gruß, Linea

psychoMUELL, 17.02.2010@07:44 # 13 -

Hi Linea
von was willst du dann leben? Dann solltest du arbeiten gehen.

psychoMUELL, 17.02.2010@15:16 # 14 -

Danke Rosalie – ich weiß, ich bin gewöhnungsbedürftig ;-) – komme gerne schnell und kurz auf den Punkt.

— Rosalie, 17.02.2010@23:32 # 15 -

danke auch,susanne ;) ich denk, Dein blog ist wahnsinnig wichtig+notwendig!

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