Jede Depression wird besser, sofern man sie überlebt †
Suizid als Ende der Depression
und es eigenen Lebens.
Viele Depressive haben schon Erfahrungen mit Suizidgedanken machen müssen.
Sicherlich bekommt nicht jeder Depressive diese Gedanken, aber wenn man schon länger depressiv ist oder mehrere depressive Phasen durchleben musste, kann das passieren.
Suizid-Gedanken sind immer ein unkalkulierbares Risiko und sollten sehr ernst genommen werden.
Natürlich kann man sich professionelle Hilfe holen (sich mitteilen) und versuchen mit einem Therapeuten/Klinikaufenthalt und Medikamenten diese suizidale Krise zu bewältigen.
Erfolgreich eine suizidale Krise bewältigen kann man wohl dann, wenn man sich dafür entscheiden kann und auch will, sich Hilfe zu holen.
Leider will oder kann man das nicht immer, vor allem dann nicht, wenn man sich schon lange mit einer Depression quälen muss (oder mehrere depressive Phasen hatte) und man kaum oder schlecht auf eine Therapie (und Medikamente) anspricht.
Auch wenn man eine suizidale Krise bewältigen kann, ist man immer noch depressiv und irgendwann kann es passieren, dass man sein depressives Leben beenden möchte und sich keine Hilfe mehr holt, weil es für einen selber keinen Sinn macht, sich weiterhin durch sein depressives Leben quälen zu müssen.
Sicherlich ist das für einen »Gesunden« einfach nur »krank« und unverständlich, aber für den Depressiven die Erlösung von der Depression durch Beendigung des eigenen Lebens. Drastisch und endgültig!
Ich denke, man kann es auch als »krank« ansehen, wenn man sich keine Hilfe holen will und es dadurch nicht kann.
Als Depressiver empfindet man genau das aber als nicht krank, sondern als eigene freie Entscheidung.
Eine Depression ist eine ernste, individuelle und sehr lebensbedrohende Erkrankung.
Anmerkung für die »Gesunden«: Keine Sorge. Ich bin nicht mehr gefährdet als sonst auch, ich bin »nur« depressiv.
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Hallo Susanne,
ich habe ein Problem mit der Unterscheidung Hilfe suchen können / wollen. Ich habe (nicht nur bei mir) die Erfahrung gemacht, daß man sich nur bis zu einem bestimmten Punkt Hilfe sucht. Ist dieser Punkt überschritten, hilft einem kein Stohhalm und kein Rettungsanker mehr! Ich habe diesen Punkt bislang einmal überschritten und mich dann nur noch auf der Arbeit krank gemeldet… Dann habe ich meinen selbst gebauten Schutzwall abgerissen.
In den anderen Fällen habe ich entweder das rechtzeitig gemachte Hilfsangebot meines Internisten(!) angenommen oder gewußt, daß mein Mann zu Hause auf mich wartet (ich war nicht mehr in der Lage, meinen Psychotherapeuten auf die kritische Lage anzusprechen!) oder bin in die Klinik gegangen. In einigen dieser Fälle hat sich mein Sicherheitsnetz als löchrig erwiesen, weil mein (eigentlich sehr guter und einfühlsamer) Psychotherapeut meine Krise unbeabsichtigt zugespitzt hat oder eine Psychotherapeutin nicht zurückrief, weil sie nicht da war. In beiden Fällen stand ich zumindest auf dem Punkt, denn ich glaube nicht, daß ich noch einen dritten Versuch (Hilferuf) gestartet hätte…
Inzwischen kommt dazu, daß ich insgesamt ein Jahr meines Lebens wegen schwerer Depressionen in psychiatrischen Kliniken verbracht habe und seit zweieinhalb Jahren Antidepressiva nehme. Die Zeiten ambulanter Therapie dürften sich mittlerweile auf mehrere Jahre summieren. Ich weiß heute einiges mehr über diese Erkrankung, die mich mal mehr und mal weniger im Griff hat. Wirklich losgeworden bin ich sie nie. Auch das wird wahrscheinlich eine Rolle spielen, wenn ich mich das nächste Mal mit Suizidgedanken auseinandersetzen muß.
Ich kann mich jedenfalls sehr gut in Robert Enke hineinversetzen. Ich war ziemlich wütend, als ich mitbekam, daß er ja glücklich verheiratet sei, eine kleine Adoptivtochter habe und sein Stammplatz in der Nationalelf fast sicher sei – als ob das eine Rolle spiele, wenn man in seinem Leben keinen Sinn mehr sieht!
Viele Grüße
Solveig
Hallo Solveig
ich denke, bis zu einem gewissen Punkt, versucht man sich Hilfe zu holen, vor allem dann, wenn man weiß, was solche Gedanken ausrichten können.
Viele nehmen diese ja gar nicht ernst genug und sagen sich, es sind ja NUR Gedanken.
Ist dieser Punkt überschritten, handelt man irgendwie zwanghaft und kann nicht mehr klar denken.
Solveig: Ich weiß heute einiges mehr über diese Erkrankung, die mich mal mehr und mal weniger im Griff hat. Wirklich losgeworden bin ich sie nie. Auch das wird wahrscheinlich eine Rolle spielen, wenn ich mich das nächste Mal mit Suizidgedanken auseinandersetzen muß.
Das ist bei mir auch so.
Ich weiß auch, dass ich immer noch depressiv bin und es nicht sein möchte. Ich weiß auch, was Suizid-Gedanken ausrichten können und das ich mir umgehend Hilfe holen muss.
Aber genauso könne ich mir vorstellen als mittlerweile erfahrener Depressiver, dass ich mir irgendwann sage, es reicht nun – Ich war lange genug depressiv. Und dann suche ich keine Hilfe.
hallo
ich weiß nicht was mit mir los ist ich spüre starke seelische schmerzen und füge mir selber schmerzen zu um damit die anderen weg gehen ich denke auch manchmal an suizied.ich habe auch niemanden mit dem ich über sowas reden kann nur meinem besten kumpel aber der wird bald sterben und es hört sich vieleicht doof an aber mein bester freund ist mein hund !
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