★Links am 06.02.2010
- Österreich – Geheime Medikamenten-Studien bei Patienten
- Sawicki wirft Pharmaindustrie betrügerische Geschäftspraktiken vor
- Depression – Haben Sie Mut zum Mittelmaß
★Depressive müssen auf Behandlung warten
Wer sich depressiv fühlt und sich in Behandlung geben möchte, muss oft viel Geduld mitbringen. Die Wartezeit auf einen Termin bei einem Psychologischen Psychotherapeuten liegt in vielen Fällen bei mehreren Monaten. Für Fachleute ein „katastrophaler Zustand“ – der Gesundheitszustand könne sich in der Zeit rapide verschlechtern.(derwesten.de)
Wuppertal: bis man endlich einen Termin beim Psychotherapeuten hat, kann man versuchen, die Wartezeit zu überbrücken:
- Gespräche beim Psychiater (zumindest alle paar Wochen)
- MVZ – Medizinisches Versorgungszentrum für Seelische Gesundheit
- Psychiatrische Ambulanz (Stiftung Tannenhof Remscheid), Tagesklinik
- Das SPZ – Sozialpsychiatrische Zentrum Wuppertal
- Selbsthilfegruppe
★Einmal im Jahr
an einem bestimmten Tag, bin ich einfach nur sehr mies drauf. Ich weiß warum, sicherlich verblasst die Erinnerung der vergangen Zeit, aber sie kommt an diesem Tag wieder zurück.
Übrigens, ich lebe genau heute schon 2 Jahre länger als meine Mutter, die mit 43 Jahren verstarb. Seltsames Gefühl. Ja, ich fühle mich heute alt.
Alt werden mit Depression …?
★Verdi u. Co., Gewerkschaften heute
Publikumswirksam die Verlogenheit versteckt
Da wurde gestern gestreikt. Die öffentlichen Verkehrsbetriebe wurden bestreikt und die Gewerkschaft hatte dazu aufgerufen. Alles mit viel Presse, Fernsehteams vor dem Bahnhof und mit Demonstrationen für mehr Lohn.
Die Bevölkerung nimmt es gelassen, man arrangiert sich oder sagt Termine ab. Es wird ja nur einen Tag gestreikt und man kennt ja diese Verhandlungsshows zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften. Inzwischen weiß man ja, wie das so läuft. Eben publikumswirksam.
Was die meisten Menschen jedoch nicht wissen, weil es gezielt verschwiegen wird, ist die Tatsache, daß eben diese Gewerkschaften ganz klammheimlich Vereinbarungen und Tarifverträge abgeschlossen haben, die den ärmsten Berufsgruppen einen tariflich abgesegneten Hungerlohn von 5,50 € brutto die Stunde zusichern.
Betroffen sind zum Beispiel die Menschen, die am Fließband stehen und unsere Bestellungen verpacken. Diese Gewerkschaften, die mit lauten Gepfeife und Getrommel nach 5,5 Prozent mehr Lohn für den Öffentlichen Dienst lärmen, genau diese Gewerkschaften haben zum Beispiel den bestzahlendsten Tarifvertrag der Zeitarbeitsfirmen stillschweigend vorangetrieben und abgesegnet. Hier verdient ein Arbeiter als Helfer brutto 7,53 € die Stunde.
Rechnen wir uns das mal schön hoch, dann stellen wir fest, daß jemand in Vollzeit dann im durchschnittlichen Monat 1.305,20 € brutto verdient. Was bei einem Ledigen mit ein bißchen Glück 1.000 € netto ausmachen kann. Sein durchschnittlicher Hartz IV-Satz wäre nur grad mal 200 € niedriger. Dafür müßte er dann aber auch nicht mehr zur Arbeit fahren und seine Kleidung täglich waschen. Wie gesagt, das sind die Spitzenlöhne unter den Helferlöhnen der Zeitarbeitsfirmen.
Mehr verdienen nur wenige Menschen, die in diesen Tarifverträgen gefangen sind. Im Moment werden für Arbeiten in Callcentern 6,50 € brutto die Stunde bezahlt und manchmal gibt es dafür auch noch pro Tag die Verlockung von 4 € Verpflegungsgeld (das nach 3 Monaten versteuert werden muß, was aber niemand sagt). Auch hier sind diese Verträge von den Gewerkschaften abgesegnet.
Die Verlogenheit, sich für die publikumswirksamste Berufsgruppe großartig einzusetzen und hinterrücks die anderen Berufe zu Armutsbegründern zu machen, stinkt mir gewaltig. Die Gewerkschafter beweihräuchern sich selbst mit dieser Taktik und füttern sich vor Allem auch selbst, denn auch ihre Löhne steigen dadurch beständig, während ausgerechnet diejenigen, die sie am nötigsten hätten, von ihnen behandelt werden wie der Dreck unter ihren Füßen.
Ich meine, daß die heutigen Gewerkschaften ihr Ziel massiv verfehlen. Sie ruhen sich zugunsten ihrer fetten Brieftaschen auf den Schultern derer aus, die ihre Existenz begründet haben. Es wird in den Medien nur noch das dargestellt, was ihre Existenz rechtfertigen soll und in Wahrheit wird gegenüber den Krise spielenden Arbeitgebern gebuckelt was nur geht.
Ich will den Sinn von Gewerkschaften nicht in Abrede stellen. Doch momentan sind für mich diese Menschen Verräter an den Arbeitern und bezahlte Arbeitgeberknechte.(tagesblog.de)
★Wochenlinks 04. Februar 2010
- Suizid-Gen?: Suizidrisiko bei Depressiven steigt mit genetischer Veranlagung.
- Surfen Depressive häufiger im Web oder macht Websurfen depressiv?.
Ich kann sicher von mir behaupten, ich war schon vor dem Internet depressiv. Internet und mein Blog haben mir geholfen, mit dieser depressiven Erkrankung zu überleben.

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